Frauenkreis Biebernheim

Ausflug ins Ahrtal am 03.05.2006

Pünktlich zwei Tage vor dem vom Frauenkreis geplanten Ausflug war der in diesem Jahr lange kalte Winter vom Frühling abgelöst worden. Es war also wieder mal schönstes Wetter als sich unsere Frauengruppe (samt einiger Männer) mit Pfarrer Brenner am 3.Mai in St.Goar am Bahnhof zur Abfahrt um 9.37 Uhr traf.

Die Fahrt ging in Richtung Koblenz wo wir umstiegen in den Zug nach Remagen.

In Remagen starteten wir um 11.11 Uhr zur Reise durch das Ahrtal. Die gemütliche Fahrt führte uns über Bad Bodendorf, Heimersheim, Bad Neuenahr Ahrweiler, Walporzheim, Dernau, Rech, Maischoß, Altenahr, Kreuzberg, bis nach Ahrbrück. Eine romantische Fahrt vorbei an kleinen netten (gepflegten) Bahnhöfen. Teilweise verläuft die Strecke durch lichte Waldstücke am Wasser entlang und der Sonnenschein tauchte alles in ein bezauberndes Licht. Die Endstation in Ahrbrück erreichten wir um 11.56 Uhr. Nach einigen Minuten Aufenthalt fuhren wir wieder zurück bis Dernau. In Dernau waren wir für 12.30 Uhr zum Mittagessen im Restaurant des Weinbauvereins angemeldet.

Wir nahmen an der langen Tafel mit Blick auf die Weinberge Platz und genossen das Mittagessen, ein Sonntagsessen wie bei Muttern mit Vorsuppe sowie Pudding zum Nachtisch. Selbstverständlich wurde auch der Ahrwein ausgiebig probiert.

Nach der ausgiebigen Stärkung setzen wir unsere Aussichtsfahrt um 14.36 Uhr fort und stiegen in Altenahr aus. Dort angekommen machten wir uns auf zu einem ca. 10 minütigem Gang durch den Ort bis zum Talstation der Seilbahn. Erstaunt stellte ich fest das wir am Spielsalon „Rollendes Glück“ vorbeikamen, ich fragte mich ob dies wohl eine Filiale der Spielbank Bad Neuenahr ist. Aber nach dem Zustand des Gebäudes zu urteilen ist das wohl nicht der Fall. Bei der Seilbahn angekommen stellten wir fest das kein großer Andrang herrschte und wir ohne Verzögerung die Tickets lösen konnten. Erstaunt stellte ich fest, dass der Berg den wir herauf mussten doch ganz schön steil ist. Aber ich sagte mir was die Winzer können, haut uns auch nicht um. Außerdem hatte uns Herr Brenner eine Kaffeeterrasse mit herrlicher Aussicht versprochen und Kaffeedurst hatte ich schon.

Eigentlich bin ich nicht so ängstlich und habe auch mit ballonfahren kein Problem, aber mir war während der Fahrt doch etwas mulmig und ich hatte ein unwohles Gefühl Frau Vickus ging es ebenso. Jedenfalls haben wir uns in einer Tour unterhalten und ich habe wohl mehrmals betont das der Berg doch schön steil ist.

Wir erreichten den Gipfel und stürmten zum Restaurant. - Mittwochs geschlossen- !
Herr Brenner war auch sehr erstaunt aber damit hätte ja wohl keiner gerechnet. Wir gingen bis zum Aussichtspunkt etwas unterhalb der Terrasse und ließen ausgiebig die herrliche Aussicht auf das Tal auf uns wirken. Die Sonne schien und die Vögel, wie man mir sagte Nachtigallen, zwitscherten unglaublich laut.

Nach kurzer Pause traten wir die Talfahrt an. Etwas ärgerten wir uns noch über das geschlossene Cafe und Frau Brenner nahm sich vor am Ticketschalter zu fragen warum man uns nicht darauf aufmerksam machte. Unsere Spekulation war, dass man wohl das Geschäft mit der Bahn nicht schädigen wollte. Als wir zum Schalter kamen hing dort ein großes Schild „Restaurant Bellevue geschlossen“. Keiner hatte es gesehen und wieder einmal lernte ich, dass man nicht vorschnell urteilen soll. Wir gingen in den Ort und auf einer Flussbrücke konnte man den zauberhaften Eindruck des Tales wieder auf sich wirken lassen. In einem kleinen von Italienern geführten Hotel ließen wir uns Eis, oder Kaffee und Kuchen schmecken.

Rechtzeitig machten wir uns auf den Weg damit die Rückfahrt um 17.12. Uhr nach Boppard starten konnte. Der Bahnhof in Altenahr liegt besonders idyllisch in der Talenge, wie auf einem Schild zu lesen ist 168,408 m über NN, liebevoll in Ordnung gehalten, direkt hinter dem Bahngleis ein steiler Felsen mit Gipfelkreuz. In dieser idyllischen Atmosphäre wurde uns die kurze Wartezeit nicht lang. Die Fahrt nach Boppard zurück mit 2-maligem umsteigen verlief wie schon gewohnt reibungslos.

Um 19.06 Uhr kamen wir in Boppard an zum Abschluss waren wir in der Gaststätte Heilig Grab angemeldet. Wir saßen im Garten und ließen uns das Abendbrot schmecken. Die diversen Schoppen waren der Stimmung auch sehr zuträglich.

Die restliche Fahrt ab 22.07 bis St.Goar war deutlich ausgelassen. Frau Saueressig stellte fest, dass ihr Mann noch die von der Serviererin nach dem Mittagstisch eingepackte Notration an Fleisch im Rucksack hatte. Wir fanden das sehr lustig und es wurde beschlossen, das Frau Wilgers „Nachbarkatze“ ein Mitbringsel von unserem schönen und amüsanten Ausflug erhalten sollte. - Inge Sohler



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