Noah und die coole Arche

Kindermusical in Werlau

Die Akteure des Kindermusicals „Noah und die coole Arche“ mit Jugendleiterin Nicole Kuhn (obere Reihe links) und den ehrenamtlichen Helferinnen.

Werlau. Was ist denn hier los? - Schaut euch das mal an! Affen, Bären, Giraffen, Löwen und Nilpferde schlichen sich am Sonntag durch den Hauptgang der St. Georg-Kirche in St. Goar-Werlau. Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Wiedererrichtung der Werlauer Kirche führten zwanzig Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren aus St. Goar und dem Vier-Täler-Gebiet das Kindermusical "Noah und die coole Arche" auf. Gespannt lauschte das Publikum in dem vollen Gotteshaus den insgesamt zehn Liedern.

Der coole Held Noah wurde von Gott dazu erwählt, einen riesigen Kahn zu bauen, in dem seine Familie, als auch von allen Tieren je ein Paar Platz haben. Da Gott das Gezanke und die schlechten Taten der Menschen ganz traurig stimmten, hatte er vor, eine Flut zu schicken, um alles Unheil zu vernichten. Noah und seine Familie befolgten den Auftrag Gottes. Das war aber keine leichte Aufgabe. Wie baut man so ein großes Schiff? Werden sich die Tiere vertragen oder sich gegenseitig auffressen? Eine spannende Geschichte mit dem Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Statt eines Erzählers zwischen den Liedern konnten die Kinder den Text, den Annika Rose (Bacharach) umgeschrieben hatte, in Form von Theaterszenen vorspielen. Nach jedem Lied spendete das Publikum den Kindern reichlich Applaus. Das führte am Ende der eineinhalbstündigen Inszenierung zu einer Wiederholung des letzten Liedes, bei dem Gott den Menschen den Regenbogen als Zeichen für einen dauerhaften Friedensvertrag schenkte. Die Kinder winkten dazu mit bunten Knicklichtern und schafften es bis zum Refrain auch die Zuschauer vom Mitmachen zu überzeugen.

"Bei uns zu Hause sangen die Kinder den ganzen Tag die Musicallieder", erzählten viele Eltern und bestätigten damit, dass die Kinder sowohl während der mehrwöchigen Proben als auch beim Auftritt mit viel Spaß und Ehrgeiz dabei waren. Um während der Probenzeit für ein kindgerechtes Programm zu sorgen, bedurfte es vieler ehrenamtlicher Helfer. So waren Annika Rose (Bacharach), Lara Seipel (St. Goar-Biebernheim), Sabrina Philippi, Verena und Jessica Schmelzeisen (alle aus Oberheimbach) immer zur Stelle, wenn es darum ging, die Kinder zu schminken, mit Getränken zu versorgen oder mit ihnen zu spielen.

Nach dem Auftritt bekam jedes der sechs- bis neunjährigen Jungen und Mädchen eine kleine "Schiffsmaus" und einen Weihnachtsteller aus Holz als kleines Dankeschön geschenkt. Bedankt hatte sich auch Pfarrer Hans-Dieter Brenner, der sich über den Beitrag der Kinder im Rahmen des Jubiläums freute. Für den technischen Ablauf sorgte Jugendleiter Lutz Brückner-Heddrich zusammen mit Manfred Hermani, Benedikt Rose und Kai Feldheim, die für den Klang und die Beleuchtung zuständig waren.

Der Eintritt war frei. Wer wollte, durfte das Projekt unter der Leitung von Nicole Kuhn mit einer kleinen Spende unterstützen.

Im Frühjahr sind zwei weitere Auftritte geplant. Kinder im Alter von sechs bis vierzehn Jahren, die Interesse haben ab Februar 2008 mit zu proben, dürfen sich gerne bei der Regionalstelle für Kinder- und Jugendarbeit unter der Telefonnummer 06743/1262 oder per E-Mail (Nicolekuhn@online.de) direkt bei Jugendleiterin Nicole Kuhn melden. - Nicole Kuhn / Fotos: Klaus Brademann