25 Jahre Seelsorge im Dienste der evangelischen Kirchengemeinde

Pfarrer Brenner feiert sein Jubiläum im Sonntagsgottesdienst

Der in Idar-Oberstein 1951 geborene Hans-Die­ter Brenner hatte – nach seiner Schulzeit im Heimatort – in Heidelberg und Wuppertal Theo­logie studiert. Nach seinem landeskirchlichen Examen im Düsseldorfer Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland war er an­schließend zwei Jahre Vikar in Wuppertal-Bar­men.

Danach war er ein Jahr als Pastor im Hilfsdienst im Kirchenkreis Barmen im Berufs­schuldienst und mit der Leitung des Hauses der jungen Gemeinde beauftragt.

Nach seiner Wahl am 01. Oktober 1983 erfolgte auf Antrag des St. Goarer Presbyteriums die Versetzung nach St. Goar und dann am 23. Oktober 1983 die Amtseinführung in der Kirchengemeinde, die seit Anfang der achtziger Jahre in beiden Pfarrbezirken ohne Seelsorger war.

Zusammen mit Pfarrer Hans-Dieter Brenner wurde im gleichen Gottesdienst in der St. Goarer Stiftskirche auch Pfarrer Michael Kluck vom damaligen Superintendenten Hans Warnecke eingeführt. Die Rhein-Zeitung sprach damals wegen der Einführung von gleichzeitig zwei neuen Pfarrern von einem „Jahrhundertereignis“ für die Evangelische Kirchengemeinde St. Goar.

Seit seiner Anstellung als Pfarrer des Pfarrbe­zirks II in St. Goar betreut Hans-Dieter Brenner nun bereits 25 Jahre die Gemeindeglieder in den Orten Biebernheim mit Urbar und Nieder­burg sowie Werlau mit Holzfeld und Rheinbay.

Neben den üblichen pastoralen Aufgaben in der Gemeinde hat sich Pfarrer Hans-Dieter Brenner übergemeindlicher und kreiskirchlicher Aufga­ben angenommen:
In den Nachbargemeinden stand er in Oberdie­bach-Manubach bis zur Besetzung durch Pfr. Schneider mit Vakanzvertretungen zur Verfü­gung und in Bacharach-Steeg bis zur Beset­zung durch Pfr. Rempel als Vakanzverwalter.
Daneben war er 20 Jahre Mitglied im kreissyno­dalen Jugendausschuss und hat die Einrich­tung und Betreuung der Regionalen Jugendmit­arbeiterstelle als Vorsitzender des gemeinsa­men Jugendausschusses der Südgemeinden maßgeblich begleitet.
Nach seinem altersbedingten Rückzug aus der Jugendarbeit gehört er nun dem kreiskirchli­chen Diakonieausschuss an. In dieser Funktion hat er zeitweilig die Schuldner- und Insolvenz­beratungsstelle des Kirchenkreises Koblenz ge­leitet und die Übergabe in eine hauptamtliche Leitung zusammen mit der Kirchenkreisverwal­tung vorbereitet.
In der Verwaltung der Kirchengemeinde führte er die EDV ein. Hier hat er den landeskirchli­chen Registraturablageplan in eine Dateiabla­gestruktur gebracht, die betriebssystemüber­greifend angelegt ist. Außerdem war er maß­geblich an der Einrichtung des Kirchengemein­de-Internetportals beteiligt, an dem er bis heute mitarbeitet.

Mit einem besonderen Gottesdienst ehrten am 26.10.2008 in der Werlauer St. Georg-Kirche die Besucher und Gäste Pfarrer Hans-Dieter Brenner.

In einem feierlichen Einzug geleiteten zu Beginn Pfarrer Krammes, Pfr. i. R. Schneider, Pastor Schaft, Diakon Esser, Prediger Reuther, die Prädikanten Kroll und Enkelmann und Lektor Merten den Jubilar in die Kirche und übernahmen im Verlauf den Vortrag der Liturgie des Gottesdienstes.

In seiner Predigt spannte Pfarrer Brenner den Bogen von der mangelnden Bereitschaft des Einzelnen sich mit dem Glauben auseinanderzusetzen bis hin zu 1. Buch Mose 18 des Alten Testaments, in dem Abraham Gott dazu bringt, vom Strafgericht über die Gottlosen Abstand zu nehmen. Gott hat die Abwendung der Welt in Jesus Christus überwunden.

Mit stimmungsvollen Liedvorträgen umrahmte der gemeinsame Chor der Evangelischen Kirchengemeinde und der Freien evangelischen Gemeinde unter Leitung von Frau Matuschina den Gottesdienst.

Im Anschluss an den Gottesdienst versammelte sich die Gemeinde zu einem Empfang im Gemeindehaus.

Mitglieder des "Werlauer Gemeindetreffs" hatten den Saal festlich geschmückt.

Amtsbruder Krammes erläuterte in seiner Begrüßungsrede der Gäste den Umfang der kirchlichen Dienste von Hans-Dieter Brenner, ausgezählt über die 25 Jahre seiner Tätigkeit als Pfarrer anhand folgender Beispiele: Abhalten von über 2500 Gottesdiensten, 300 Beerdigungen, 75 Hochzeiten und Unterrichten von 280 Konfirmanden.

Die Vertreter der Öffentlichkeit hatten sich versammelt, um sich in den nachfolgenden Grußworten für die gute Kooperation zu bedanken.

Das 25jährige seelsorgerische Wirken des Jubilars innerhalb der Verbandsgemeinde St. Goar – Oberwesel und Holzfeld wurde gewürdigt.

Bei den Pfarrkollegen fand die Fortentwicklung der Ökumene innerhalb der Gemeinde besondere Erwähnung.

Es gab viele herzliche Grüße neben den "offiziellen" Reden.

Schließlich konnte beim Wein das eine oder andere fröhliche Gespräch geführt werden.

Bis schließlich die Feier zu ihrem Ende kam.

Im Schlusswort dankte der Jubilar allen Gästen und denen, die mit halfen, den Gottesdienst zu gestalten, sowie den Helfern bei der Vorbereitung und Durchführung des Empfangs. - Klaus Brademann / Klaus Henrich / Red.


:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::