Fahrt ins Brohltal

Einladung des Biebernheimer Frauenkreises zum Gemeindeausflug

In diesem Jahr fand unser Ausflug am 03.Juni statt. Wie immer in den letzten Jahren als Bahnfahrt geplant von Herrn Pfr. Brenner. Der Zug startete um 7.31 Uhr am Bahnhof St. Goar Richtung Koblenz und ging weiter nach Brohl.

Hier wechselten wir zum Schmalspurbahnhof und bestiegen um 9.30 Uhr den Vulkan-Express nach Engeln. Den Begriff "Express" sollte man hier aber nicht so genau nehmen. Es erwartete uns nämlich eine sehr gemütliche Fahrt durch das Brohltal, so richtig wie früher.

Ein ganzes Abteil war für unser Grüppchen reserviert. Nicht in der Holzklasse, sondern auf Polsterbänken. Es gibt nämlich durchaus auch Holzklasse, wie wir schnell feststellten. Vor den einzelnen Wagenabteilen ein „Balkon“ auf dem man auch mal stehen konnte, um die Fahrt so richtig zu genießen. Was offiziell aber nicht erlaubt ist! Es begrüßte uns ein äußerst redseliger und amüsanter Zugbegleiter der die Fahrkarten kontrollierte und mit der Zange ab-knipste. Er verstand es in unterhaltsamer Weise, uns die Bahn sowie die Strecke zu erklären. Außerdem betätigte er sich als „Getränkelieferant“. Und so fuhren wir mit 20km/h im angenehmen Tempo durch das Brohltal und bewunderten die Aussicht auf die Landschaft, die Fahrt über ein 12 m hohes und 120 m langes Viadukt und durch einen fast 100 m langen Tunnel, vorbei an einigen bekannten Firmen für Mineralwasser.

Im Bahnhof Niederzissen gab es einen Aufenthalt mit der Möglichkeit eine kleine Kunstgalerie im alten Bahnhofsgebäude zu besichtigen.
Bei der Weiterfahrt bestaunten wir rechts und links der Strecke die außergewöhnlichen Häuser aus groben Tuffsteinen gebaut - eine Besonderheit dieser Gegend. Der Zug überwand dann noch eine ordentliche Steilstrecke, bevor wir in Engeln ankamen.

Dort besichtigten wir den Geo-Garten, der auf einer Fläche von 1000m² an mehren Stationen rechts und links der Gleisanlagen erdgeschichtliche Kenntnisse vermittelt. Man geht durch ein Devonisches Tor vorbei an den Nachbildungen u.a. eines "Eifelosaurus" - ein Riesenfrosch, sowie an den Nachbildung eines Vulkans und Felszeichnungen von Höhlenmenschen. Ein römischer Torbogen weist auf die ersten Bewohner der Eifel hin, die gezielt Steine (Trass, Tuff und Basalt) abbauten. Ein kleiner mit Hainbuche angelegter Irrgarten befindet sich in der Nähe eines wunderbar verschlungen gewachsenen Baumes. Ein kleiner Aussichtsturm gestattet eine Gesamtübersicht. Nach der Besichtigung machten wir unsere Mittagspause in der Vulkanstube im Bahnhof Engeln.

Anschließend hatten wir noch etwas Zeit bis zur Rückfahrt und nutzten diese zu einem mehr oder weniger großen Rundgang durch das „kleine“ Dörfchen.
Die Rückfahrt ab 14:20 Uhr verlief ebenso kurzweilig wie die Hinfahrt und wir wurden vom Zugbegleiter noch unter anderem darüber informiert, dass die Bahn Sonderfahrten mit Mooto und Programm anbietet und sogar in einem eigens eingerichteten Sonderwagen standesamtliche Trauungen ausrichtet!

Gegen 18:00 Uhr schließlich waren wir froh, wohlbehalten an der Endstation unseres Ausfluges in Biebernheim im Gasthof zu Linde angekommen zu sein, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Schließlich war der frühe Start am Morgen für uns doch „etwas“ anstrengend. Wir waren uns einig, den nächsten Ausflug nicht mehr zu so früh zu starten. Wir freuen uns immer über Teilnehmer aus anderen Gemeinde-Kreisen und werden wieder bei Zeiten einladen. - Inge Sohler



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