Weiße Weihnacht

- schöne Bescherung -

Was nach dem Gottesdienstplan sorgfältig bedacht und vorbereitet war, verwandelte sich unter den Schneefällen in den Mittagsstunden zum Heiligen Abend in Makulatur. Während die "Rheinschiene" noch ganz gut befahrbar war, musste für die vom Verkehr über die Höhen betroffenen Gottesdienste kräftig improvisiert werden.


St. Goar

Auch der St. Goarer Gottesdienst blieb von den Wetterunbillen nicht ganz verschont. Hier fiel die ökumenische Beteiligung den Schneemassen zum Opfer.

Es war für Diakon Willi Esser nicht möglich aus Niederburg nach St. Goar zu kommen, um sich am Familiengottesdienst zu beteiligen.

Im Übrigen konnte der Gottesdienst wie geplant mit Pfr. Krammes und dem Familiengottesdienst-Team stattfinden. - (Fotos: Johannes Buchholz)


Oberwesel

Der Oberweseler "Weihnachtmarkt" erhielt durch den die Kirche umgebenden Schnee den charakteristischen Rahmen.

In der geheizten Kirche kam sowohl die "heilige Familie" als auch die "versammelte Engelschar" gut mit den Wetterverhältnissen zurecht.

Auch die Hirten waren wohlgemut, wovon sich Pfr. Krammes mit dem Oberweseler Krippenspielkreis abschließend überzeugen konnte. - (Fotos: Thomas Burg)


Biebernheim

Draußen rieselt der Schnee ... Die Straßen auf die Höhen werden allmählich unbefahrbar.

Immerhin konnte Pfr. Hans-Dieter Brenner die Biebernheimer Kirche zu Fuß erreichen und hier den Krippenspiel-Gottesdienst - von besonderer musikalischer Begleitung unterstützt - selber leiten.

Der Biebernheimer Krippenspielkreis hatte unter Anleitung von Familie Friedrich und Sina Stein das Weihnachtsereignis in Szene gesetzt.

Natürlich müssen sich Maria und Joseph auch hier gründlich beraten, bevor die Engel beginnen können, auf das neu erschienene "Licht der Welt" aufmerksam zu machen.

Auch die Hirten sind noch nicht so ganz sicher, wie man mit dem gerade stattgefundenen Ereignis angemessen umgehen kann.

Der weihnachtliche Lobgesang der "himmlischen Heerscharen" wird mit einem Trompetenvorspiel von Marko Mebus eingeleitet und von Harald Mebus am Keyboard begleitet.

Schließlich wird das aufgegangene Licht hergerichtet, um in die Welt hinausgetragen zu werden, damit das Weihnachtsereignis alle Menschen erleuchten kann, die es sehen. Dieses Licht lässt die Wünsche des Biebernheimer Krippenspielkreises für ein gesegnetes Weihnachtsfest leuchten. - (Fotos: Jürgen Seipel)


Holzfeld

In Holzfeld musste der Krippenspiel-Gottesdienst von einem spontan zusammengestellten Lektorenkreis nach dem Gottesdienstentwurf von Pfr. Brenner gehalten werden.

In der eingeschneiten Kirche übernahmen aus der Holzfelder Gemeinde Christel Heeb, Ute Müller, Gisela und Berthold Trepke die Lesungen und Gebete.

Der Krippenspielkreis - Ute Müller, Tonja Becker und Jeanette Bonouvrier (links im Bild) - hatte mit den Kindern in diesem Jahr ein Krippenspiel für Holzfeld vorbereitet und eingeübt.

So konnten die Holzfelder Hirten, Könige und Engel ihren Aufgaben unbefangen nachgehen.

"Der Wirt von Bethlehem", zunächst mehr über den "Weihnachtslärm" beunruhigt, als über das Wetter, legst schließlich Wert darauf, das sich seine Gäste das Kind ansehen, das in der aus Werlau ausgeliehenen Krippe liegt. - (Fotos - außen: Berthold Trepke / - innen: Günter Müller)


Werlau

In der von Küster Hans Becker festlich geschmückten Werlauer St. Georg-Kirche wurde die Christvesper von dem ortsansässigen Pfr. i. R. Peter Schneider übernommen.

In seiner Predigt beschrieb er den Zauber und das Geheimnis der Weihnacht. Er wünschte allen, dass Weihnachten so schön werden möge, dass man immer wieder gern dieses Fest feiert und die alten Worte des Lukasevangeliums in jedem etwas zum Klingen bringen, das gar nicht zu beschreiben ist: „den Zauber und das Geheimnis der heiligen Nacht“. „Wenn man einen Zauber und ein Geheimnis entzaubert oder entschlüsselt, verlieren sie ihre Schönheit, und die Botschaft, die sie tragen, wird schal und flach,“ so Pfr. Schneider. „Einen Zauber und ein Geheimnis kann man nur betrachten und dabei hoffen, dass sie uns zu Herzen gehen, dort aufbewahrt bleiben und Kraft schenken, von der wir leben können.“
So betrachtete Pfr. Schneider, was dort im Stall von Bethlehem und auf den Feldern der Hirten geschah, in der Hoffnung, dass die Menschen von damals uns etwas von ihrem Erlebten schenken, uns teilhaben lassen an dem Wunder der Geburt Christi. Er beendete seine Predigt mit den Worten: „Wir wollen uns immer wieder vom Zauber und dem Geheimnis der Weihnacht anspornen lassen, den Frieden anzunehmen und weiterzugeben, den Frieden, den Jesus in die Welt gebracht hat. Die alten Worte des Weihnachtsevangeliums wecken in uns große Hoffnung. Und wenn sie sie wecken, dann dürfen wir fröhliche Weihnachten feiern und uns freuen an den Worten der Engel: ‚Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr’.“

Lektor und Presbyter Herbert Merten las die Weihnachtsgeschichte nach Lukas und die Geschichte von dem Besuch der Weisen aus dem Morgenland nach Matthäus. Zum Abschluss des Gottesdienstes bedankte sich Presbyter Merten bei Pfarrer i. R. Peter Schneider für seine Bereitschaft kurzfristig einzuspringen und die Christvesper am Heiligabend zu übernehmen. - (KBr)



Zum 1. Weihnachtstag ...

... hatte der Räum- und Streudienst bereits am frühen Morgen die Straßenverhältnisse geklärt. Sowohl der Schloßberg als auch der RAD-Weg waren gestreut. So konnten die Gottesdienste wie vorgesehen stattfinden. - HDB/(Red)



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