Biblische Rundreise durch Jordanien und Israel







Heiliges Land

Eine Reise durch Jordanien und Israel

Vom 29. April bis zum 10. Mai 2012 hat der Studienreise-Kreis der Evangelischen Kirchengemeinde St. Goar eine Rundreise zu biblischen Orten in Jordanien und Israel unternommen.

Die Reise wurde von Pfr. Hans-Dieter Brenner organisiert und geleitet. Vorbereitend wurde bei zwei Treffen die Reiseroute besprochen und Einblick in den geplanten Reiseverlauf gewährt. Außerdem hat die Gruppe noch vor der Reise einen Ausflug zum Archäologischen Institut der Kirchlichen Hochschule und der Bergischen Universität in Wuppertal unternommen, um sich auf archäologische Besonderheiten "am Wegesrand" einzustellen.

Am 29. April war es dann soweit: 17 Reisende sind nach Amman, der Hauptstadt von Jordanien geflogen. Jordanien ist ein überwältigendes Land, da dort die alte und die neue Welt förmlich verschmelzen. Die Landschaft ist sehr trocken, aber die Menschen sind ausgesprochen freundlich.







Die geistliche Eröffnung der Rundreise erfolgte in der Deutschen Evangelischen Gemeinde in Amman mit einer Andacht und einem Gespräch zur allgemeinen Situation der christlichen Gemeinde in der besonderen Situation des Landes.

Zum Tour-Beginn arrangierte der jordanische Guide Bassam die Innen-Besichtigung der König-Abdullah-Moschee, wobei zunächst einmal die Frauen einen Eindruck der islamischen Kultur zu spüren bekamen, da sie sich bei Temperaturen von über 30°C komplett mit Kopf- und Schultertuch bedecken mussten. Danach standen die historisch-biblischen Stätten in Umm-Queis/Gadara, Tall Zira'a, Pella und Jerash/Gerasa auf dem Programm.

Auf der Weiterreise in den Süden des Landes wurden weitere biblische Orte mit großer Bedeutung bereist - z. B. der Berg Nebo, von dem aus Moses das gelobte Land erblickte, und die Taufstelle am Jordan, an der Jesus von Johannes getauft wurde. Zwischendurch gab es Gelegenheit zum Bad im Toten Meer.

Von dort aus ging es weiter nach Madaba und über die Königsstraße und dem Wadi Mujib mit dem Arnon in die Nabatäerhauptstadt Petra.

Am letzten Tag des Jordanien-Teils der Reise hat die Gruppe eine Fahrt mit Jeeps ins Wadi Rum unternommen und sich dort dem Eindruck der nabatäischen Wüste ausgesetzt.

Danach erfolgte am Arrava-Grenzübergang die Einreise nach Israel. Unter der Leitung der israelischen Guide Tati ging es zur ersten israelischen Unterkunft vorbei am Ramon-Krater ins Wüstenkibbuz Mashabin.

Die Fahrt durch Israel begann am nächsten Tag am Toten Meer mit der Besichtigung von Massada, Ein Gedi und Qumran, wo die berühmten Schriftrollen der Bibel gefunden wurden und führte über Jericho ins Hotel nach Betlehem.

Von hier aus wurde am Sonntag Jerusalem besichtigt: St. Anna & Bethesda, Via Dolorosa und die Erlöserkirche der Deutschen Evangelischen Gemeinde in Jerusalem. Hier war die Teilnahme am Sonntagsgottesdienst möglich, anschließend erfolgte die Besichtigung der Grabeskirche. Nach der Mittagspause ging es ins Jüdische Viertel, ans Davidsgrab, zur Dormitio Abtei und an die Klagemauer.

Am Montagmorgen stand die Besichtigung der Himmelfahrtskirche im Auguste-Viktoria-Compound auf dem Programm mit Blick vom Turm auf das auf der einen Seite im Dunst verborgene Mittelmeer und auf der anderen Seite auf das Tote Meer. Anschließend führte eine Wanderung den Ölberg hinab, an Dominus Flevit vorbei zum Garten Gethsemane. Am Nachmitttag gab es in Betlehem einen Gang durch die Geburtskirche und über die Hirtenfelder mit einer kleinen Andacht in einer der Grotten-Kapellen.

Am Dienstag ging es weiter nach Galiläa; zunächst zum Berg der Seligpreisungen, von da aus hinunter nach Tabgha, wo es der Reisegruppe unter benediktinischer Gastfreundschaft ermöglicht wurde, mit Pfr. Brenner und Guide Tati, die als evangelische Theologin in Deutschland ordiniert war, gemeinsam am Steinaltar Dalmanutha-II Abendmahl zu feiern.

Danach ging es weiter nach Kapernaum und zu einer Bootsfahrt auf dem See Genezareth. Am Nachmittag war Zeit für eine Einkehr in Nazareth, bevor in Nes Ammim, als letzter Station der Reise, Quartier bezogen wurde.

Das Programm am Mittwoch führte nach der Besichtigung von Safed zu den Jordan-Quellen und über die Golan-Höhen durch die Drusendörfer zur libanesischen und syrischen Grenze vorbei an Burg Nimrod. Vor dem Abflug von Tel Aviv aus war am Donnerstag noch genügend Zeit, die Kreuzfahrerstadt Akko zu besichtigen.

Die Reise war angesichts der Programmfülle kurz; dafür aber sehr intensiv. Alle Reiseteilnehmer brauchten viel Zeit, um die Eindrücke zu verarbeiten - und zehren davon vielleicht ihr Leben lang. - Bericht: Andrea Arratia-Persch

















Zusammengefasste Bildseite in der Druckausgabe der STIMME 2012 - 3 - Herbst / Winter