Jugend-Freizeiten

der Regionalstelle für Kinder- und Jugend-Arbeit

Mit Wasserfiltern, Da-Vinci-Brücke und Meerjungfrauen befaßten sich 104 Teilnehmer (davon 38 aus der Kirchengemeinde St. Goar), 2 Freizeitleiterinnen, 28 Zimmerteamer, 4 Köchinnen, 5 Küchenhilfen, 8 Projekthelfer, also insgesamt 151 Personen, auf den beiden Wasserfreizeiten, die vom 21. Juli bis zum 2. August 2012 auf der Burg Waldeck im Hunsrück stattgefunden haben.

Eine so große Beteiligung, bei rückläufigen Kinderzahlen in der Region, spricht für die gute Qualität unserer Freizeiten,“ resümiert der Gemeindepädagoge Lutz Brückner-Heddrich und verweist auf die Bedeutung der Ehrenamtlichen: „Ich bin jedes Jahr von Neuem begeistert, wie viele unterschiedliche Ideen die Mitarbeiter in die Freizeitarbeit mit einbringen.“

Unter dem Motto „H2O-Abenteuer mit, am, über und im Wasser“ wurde in diesem Jahr ein vielseitiges Thema gefunden, das beide Freizeiten von den Kennenlernspielen bis zur Abschlussreflexion durchzog.

In den thematischen Einheiten erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes über das Wasser und dessen Bedeutung, teilten Salzwasser- und Süßwassertiere ein, lernten Mythen und Sagen kennen, verfolgten die Routen der großen Seefahrer, rechneten den virtuellen Wasserverbrauch für die Produktion eines T-Shirts aus, beschäftigten sich mit dem Schutz der Meere, erfuhren den Unterschied zwischen Piraten und Freibeutern und beschäftigen sich mit den politischen und existenziellen Schwierigkeiten, die sich aus dem Wassermangel ergeben. Anschließend wurde das Gelernte praktisch umgesetzt. In einem Gurkenglas entstand eine kleine Welt, in der man den Wasserkreislauf studieren konnte. Andere malten mit Wasser und Sand, suchten nach Wasseradern, bauten Wasserfilteranlagen, Staudämme, Wasserräder, Flaschenraketen, Boote, Flöße oder stellten Seife her. Ein besonderes Highlight war der Bau der „Da-Vinci-Brücke“, die ohne Seil, Schraube oder Nagel die Belastung von Menschen tragen konnte.

In einer AG der großen Freizeit wurden aus Märchenwolle Meerjungfrauen gebastelt.

Von den Piraten konnte der Showkampf und die Schatzsuche geübt werden und auch Schmuck und Schatztruhen wurden hergestellt. Bei den Seefahrern konnten die wissbegierigen Abenteurer die wichtigsten Knoten lernen.

Entspannter ging es am Pool weiter, hier wurden alkoholfreie Cocktails gemischt, Meerjungfrauen aus Märchenwolle gebastelt, Fruchtspieße mit Schokolade überzogen, gechillt und gebatikt. Manchmal gab es auch eine Wasserschlacht oder eine Wasserrutsche, denn das Wetter war einfach wunderbar. Natürlich gab es auch die beliebte Freizeitdisco, die neben dem Tante Emma Laden von den Projekthelfern mit großem Zuspruch organisiert wurde.

Beim spannenden Geländespiel hatten die Teams die Aufgabe, eine Wasserversorgung auf einer Insel aufzubauen. Dazu mussten Rohstoffe gefunden, gehandelt, verbaut und vor den Piraten verteidigt werden.

Um das Leben auf dem blauen Planeten ging es auch in dem Gottesdiensten. Während sich die 7- bis 10-jährigen mit der „Schöpfungsgeschichte“ und der Verantwortung für unsere Welt beschäftigten, spürten die 10- bis 13-jährigen mit Jesus seinen Jüngern im Gang über das Wasser dem Thema „Vertrauen“ nach. Mit liebevoller Dekoration, einfühlsamer Musik, ausdrucksstarken Tanz und Theater, selbst formulierten Gebeten oder gebackenen Leckereien entstanden zwei bewegende Gottesdienste, zu denen alle etwas beisteuerten.

Die Freizeiten gingen mit einem Bunten Abend zu Ende. Hier zeigten alle noch einmal, was sie sich in den letzten Tagen erarbeitet hatten. Es wurde mit Gläsern, Gießkannen, Spülbürsten und Wasserrohren musiziert, Piratenlieder geschmettert, eine Modenshow aufgeführt, ein Handpuppentheater präsentiert, Theater gespielt, getanzt und ein Piratenkampf dargeboten. Natürlich präsentierte die Küche hierzu ein besonders langes und abwechslungsreiches Buffet.

Die jüngste Küchencrew seit der Gründung der Regionalstelle, 17 Jahre im Durchschnitt

Die Jugendarbeit der Regionalstelle für Jugendarbeit wird gefördert durch die Evangelischen Kirchengemeinden St. Goar und Vierthäler, das Landesministerium Rheinland-Pfalz, durch den Landkreis Mainz- Bingen, der Sparkassenstiftung Rhein-Hunsrück, die Stadt Bacharach und die Ortschaften Oberdiebach und Manubach.

Für die Vorbereitung der thematischen Einheiten bedanken wir uns besonders bei dem Naturschutzbund Nabu in Bingen, die uns mit dem „Wasserkoffer“ und weiterem Material unterstützt haben. – (LBH/Red)



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