Volkstrauertag

Gedenkfeier in Werlau

"Weil die Toten schweigen, beginnt alles wieder von vorn:" Mit diesem Zitat des französischen Philosophen Gabriel Marcel leitete Ortsvorsteher Horst Vogt. im Anschluss an den Gottesdienst die Feierlichkeit zum Volkstrauertag am Ehrenmal in St. Goar-Werlau ein. Damit die Toten nicht schweigen und man ihre Stimme hört, wird alljährlich der Volkstrauertag begangen. Anlass ist das Gedenken an all die Menschen, die durch Krieg, Vertreibung, Gewalt und Gewaltherrschaft ihr Leben lassen mussten - oder auch wegen ihrer Überzeugung, Religion oder Rasse verfolgt, geschunden und ermordet wurden. "Leider geschieht das auch heute noch tagtäglich in vielen Regionen der Erde;" mahnte Vogt. Und viele Angehörige betrauern auch heute noch still den Verlust ihrer Angehörigen. Der Volkstrauertag soll zum Nachdenken anregen. Gemeinsam mit dem Biebernheimer Ortsvorsteher Bernd Heckmann dankte er allen Teilnehmern der Feierstunde und legte als äußeres Zeichen mit der Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr einen Kranz für unsere Stadt nieder. Für ihre gefallenen Kameraden legten der TuS Werlau und der MGV Werlau ebenfalls einen Kranz nieder.

Pfarrer Hans-Dieter Brenner ging in seinem Ansprache auf die aktuelle Bedeutung des Volkstrauertages ein und rief mit dem Gebet aus Souvenir Normand von 1912 zu verstärkten Friedensbemühungen in unserer Welt auf. Er beendete die Gedenkfeier mit Gebet und Segen.

Der Männergesangverein Werlau sorgte mit den Liedvorträgen für einen würdigen Rahmen der Veranstaltung. Unter der Leitung von Helmut Wißing kamen die Lieder "Tebe poem" von Sergei Rachmaninoff, "Hebe deine Augen auf" von Felix Mendelssohn Bartholdy und „Herr deine Güte reicht soweit“ (Bibelstelle Psalm 36,6) ergreifend zum Vortrag. Dazu stellten die Kameraden der Werlauer Feuerwehr die Ehrenwache. - Horst Vogt, Ortsvorsteher

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::