Josef und seine Brüder

damit wir leben und nicht sterben

Josef der Träumer, Josef der Liebling seines Vaters, der Verzogene, der Angeber, der seine Brüder zur Weißglut bringt. Es ist eine interessante Gestalt, mit der sich dieses Jahr das ökumenische Bibelseminar beschäftigte. Mit 17 als Sklave nach Ägypten verkauft, mit 30 der zweite Mann im Staat, direkt nach dem Pharao.

Ein ständiges Auf und Ab, Spannung garantiert, ebenso das Happy End. Böses wendet sich zum Guten, Rückschläge erweisen sich im Nachhinein als Gottes Pläne. Im Zickzack geht es auf das Ziel zu. Und er ist clever und geschickt. Was er anpackt gelingt, Segen liegt darauf. Er macht Karriere. Heute würde man sagen: der erfolgreiche Managertyp. Nicht für sich (allein), er verhindert eine Hungersnot durch planmäßige Vorratshaltung.

Vor allem kann er Träume deuten, Träume, die Gott schickt, um Menschen Hinweise für die Zukunft zu geben. Wie er betont: durch die Hilfe Gottes. Überhaupt nimmt er seinen Gott sehr ernst, was ihm auch in schlechten Tagen hilft. Und er verändert sich durch seine Erfahrungen mit Gott. Er bleibt selbstbewusst, aber der einstige Angeber wird zu einem mitfühlenden Menschen.

Eigentlich eine moderne Geschichte, die da im Rahmen der ökumenischen Bibelwoche der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden und der Freien evangelischen Gemeinde besprochen wurde. Parallelen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aus heutiger Zeit drängen sich gerade zu auf. Wer es verpasst hat: Nachzulesen in 1. Mose ab Kapitel 37.

Dem Thema der Bibelwoche 2015 liegt der Galaterbrief zugrunde - (RKr)



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