Erntedank

Feier in geschmückten Kirchen

In den Festgottesdiensten zu Erntedank waren die Kirchen wieder prächtig geschmückt. Mit der Besinnung auf die guten Schöpfungsgaben Gottes gewinnen die Erntegaben in der gottesdienstlichen Feier den ihnen besonderen Stellenwert; erst in den Erntedankgottesdiensten kommt zusammen, was unbedingt zusammengehört.

Um dem Anliegen des Erntedankfestes gerecht zu werden, kann man Beides nur zusammen richtig verstehen. Denn für sich gesehen sind die Früchte des Feldes nichts weiter als Gemüse und eine Feier ohne Gottesdienst nichts weiter als Getöse.
Nur der bewusste Bezug zum Wort Gottes kann uns davor bewahren, dass wir beim Einkauf im Supermarkt oder beim Discounter aus dem Blick verlieren, dass unser "täglich Brot" Gottes Schöpfergabe ist. Eine Gesellschaft, die das vergisst, wird sich ganz schnell in Beliebigkeiten verlieren. Der Prozess beginnt schleichend. Individuelle Freiheit statt gemeindlicher Verbindlichkeit scheint zunächst fortschrittlich, führt aber letztlich dazu, dass die Werte, die eine Gesellschaft zusammenhalten, verkommen.
Die Supermarktregale sind voll und lassen uns übersehen, was bei uns vor sich geht. Die Frage nach Süßem oder Saurem am Reformationstag ist das nächste Signal. Es wird Zeit, die Augen aufzumachen und uns darauf zu besinnen, was Gott mit der Welt zu tun hat.

Aller Augen warten auf Gott, und er gibt ihnen Speise zur rechten Zeit. Er tut seine Hand auf und sättigt alles, was lebt, nach seinem Wohlgefallen. Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken. Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen. - Psalm 145, 15 bis 18 - (HDB)



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