Familienkirche

- vereinte Generationen -

Der Jugendausschuss der Evangelischen Kirchengemeinde hatte zur Familienkirche eingeladen, und die Einladung wurde angenommen. Vom Krabbelgruppenkind bis zur mehrfachen Urgroßmutter waren rund 70 Besucher jeden Alters gekommen.

So habe ich Kirche noch nie erlebt“, fasst Claudia Nuzdic aus Oberwesel ihre Eindrücke zusammen. Sie hat mit ihrem Mann und ihrem Sohn Jan (1,5 Jahre) die Familienkirche zum ersten Mal besucht. Sie betrachtet wie entlang des nördlichen Kirchenschiffs eine lange Festtafel aufgebaut ist, an der viele Generationen zusammen sitzen und feiern und beschreibt: „Die Zeit hier ist spannend und ganz anders als ich mir das vorgestellt habe. Ich hätte mit vielem gerechnet, aber nicht, dass ich durch die Kirche getragen werde.“ Claudia Nuzdic hatte sich die Arbeitsgruppe „Eine tragfähige Gemeinschaft“ ausgesucht, die neben den anderen Arbeitsgruppen für die unterschiedlichen Altersgruppen angeboten wurden. Neben dem Bibliolog, dem Klangbild, dem Bibel teilen, der Schweigediskussion und den drei Angeboten für Kinder wurde auch in dieser Arbeitsgruppe ein Aspekt des Bibeltextes vom großen Festmahl (nach Lukas 14) vertieft. „Heute Abend zeigt sich die Kirche offen für alle und ist auch für Skeptiker interessant“, stellt sie fest.

Unter dem Stichwort „Familienkirche“ hat der Jugendausschuss der Kirchengemeinde St. Goar zum zweiten Mal Neuland betreten. Neben den Angeboten für Kinder-, Familien- und reguläre Sonntagsmorgensgottesdienste wollte der Jugendausschuss alle Generationen mit dieser besonderen Art des Gottesdienstes ansprechen.

Mit der Band – Sina Pabst (Gesang), Stefan Muders (Klavier), Philipp Belzer (Percussion), Felix Kramb (E-Bass), Maximilian Grund (E-Gitarre) und Lutz Brückner-Heddrich (Gitarre) –, die sich dem Musikrepertoire der unterschiedlichen Altersgruppen, vom Kinderlied bis zum Choral angenehm stilsicher angenommen hat und vielen Mitmachangeboten ist ein atmosphärischer Gottesdienst entstanden, der locker und tiefgehend zu gleich geworden ist. Die Umsetzung und die Liturgie wurden von allen Mitgliedern des Jugendausschusses geschultert. Die Jugendlichen Kimberly Kemmer, Isabelle Friedrich, Raphael Jüttner, Lukas Escher, Nina Seipel, Nina D’Avis und Mariella Fülber führten zwei Anspiele zum Bibeltext auf und luden somit zum echten Festmahl ein.

Ich fand es toll, dass die Jugendlichen so spontan mitgemacht haben. Ich fand den ganzen Gottesdienst schön, die Musik und dass so viele zum gemeinsamen Essen geblieben sind. Die Stimmung war angenehm und unkompliziert, also insgesamt eine gelungene Aktion, wofür sich der Aufwand gelohnt hat“, resümiert Jugendausschussmitglied Andrea Friedrich den Nachmittag.

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