Volkstrauertag

Gedenken in Werlau und Biebernheim

Der Volkstrauertag wird seit 1952 immer zwei Sonntage vor dem 1. Advent begangen. Auch in diesem Jahr gedachten Bürgerinnen und Bürger am Sonntag, dem 16. November 2014, neben der Hauptfeier in St. Goar mit Kranzniederlegungen an den Denkmälern in den Stadtteilen St. Goar-Werlau und St. Goar-Biebernheim der Toten von Krieg und Gewaltherrschaft. Pfarrer Hans-Dieter Brenner verwies in seiner Predigt ausgehend vom Sonntagstext aus 2. KORINTHER 5, 1 - 10 darauf, dass es Gott nicht egal ist, wenn Menschen unter Krieg und Terror in und an dieser Welt leiden.

In St. Goar-Werlau schloss sich die Gedenkfeier unmittelbar an den Gottesdienst in der evangelischen St. Georg-Kirche an. In seiner Rede stellte der neue Ortsvorsteher Dieter Langenbach die Frage nach dem Sinn des Volkstrauertages, da wir heute in einem Europa leben, in dem der Frieden scheinbar dauerhaft gesichert sei. Dennoch sollten wir uns immer im Klaren darüber sein, dass in unserer globalen Welt, Krieg, Gewalt und Unrecht nicht so weit weg sind. In Anbetracht der vielen Akte von sich häufender Gewalt auch in unserer Gesellschaft, müssen wir heute diesen Gefahren begegnen und solchen Strömungen entschieden widerstehen. Am Volkstrauertag erinnern wir uns an die Opfer von Krieg und Gewalt in der Vergangenheit. Dieses Erinnern, das Innehalten und das Gedenken seien wichtig, denn die Ursachen für Krieg und Gewalt seien noch lange nicht verschwunden.

Mit den Worten „In Ehrfurcht vor den Toten der beiden Weltkriege und den Opfern von Gewaltherrschaft sowie allen Kriegsopfern und den im Dienst gestorbenen Soldaten“ legte Ortsvorsteher Dieter Langenbach als Zeichen des Gedenkens am Denkmal einen Kranz nieder.

In St. Goar-Biebernheim gestaltete der gemischte Chor "Rheinklang" unter der Leitung von Karl-Heinz Kurek die Gedenkfeier mit den beiden Liedern "Lasst uns Brücken bauen / Go down Moses" und „Führe mich, o Herr". Wie schon in St. Goar-Werlau mahnte auch in St. Goar-Biebernheim der neue Ortsvorsteher Peter Schneider an, das Anliegen des Volktrauertages bei der jüngeren Bevölkerung nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, da die militärischen Konflikte in unserer Zeit keineswegs überwunden seien.

Kränze wurden von Ortsvorsteher Peter Schneider für den Stadtteil und von Günter Link für die Ortsvereine am Denkmal niedergelegt. Die Gedenkfeiern an den Denkmälern in beiden Stadtteilen beendete Pfarrer Brenner mit Gebet und Segen. – (KB)



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