Brücken bauen

Gottesdienst zum Hansenfesr

Brücken bauen“ - unter dieses Motto hatte Pfarrer Krammes den Festgottesdienst des Hansenordens am 02. August 2015 gestellt. Dabei ging es aber nicht um die von vielen gewünschte Mittelrheinbrücke, das wurde spätestens allen bei dem gemeinsam gesungenen Lied Nr. 669 aus dem EKG klar:

Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen, / gib mir den Mut zum ersten Schritt, / lass mich auf deine Brücken trauen, / und wenn ich gehe, geh du mit.
Ich möchte gerne Brücken bauen, / wo alle tiefe Gräben sehen. / Ich möchte über Zäune schauen / und über hohe Mauern gehen.
Ich möchte gerne dort Hände reichen, / wo jemand Fäuste ballt. / Ich suche unablässig Zeichen / des Friedens zwischen Jung und Alt.

Als Lesung aus dem Evangelium hatte Pfarrer Krammes den Text aus Lukas 10, 25 gewählt, das Gleichnis vom barmherzigen Samariter mit der Kernaussage in Vers 27: Du sollst den Herrn deinen Gott lieben aus ganzem Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken und deinen Nächsten wie dich selbst.

Lied und Evangeliumstext waren Ausgangspunkt für die Predigt. Ausgehend von den Fragen an die Gläubigen „Wer ist heute glücklich? Wem geht es heute nicht gut?“ stellte er die Überlegung in den Raum, ob es gelingen kann, auf Dauer glücklich zu sein. Anhand der Erläuterungen verschiedenster Situationen stellte er heraus, dass Glücklichsein sich nicht erzwingen lässt, sondern dass es eine emotionale Qualität ist, die durch Gedanken und durch menschliches Handeln Realität werden kann. Dies kann auch durch „Brückenbauen zueinander“ gelingen. Der anschließende Chorbeitrag „O Herr gib Frieden“ griff diese Gedanken eindrucksvoll auf.

Walter Huppertz von der katholischen Pfarrgemeinde und Wolfgang Krammes gestalteten wie seit vielen Jahren diesen Gottesdienst harmonisch abgestimmt. Die Musik nahm in diesem Gottesdienst einen breiten Raum ein. Die Bläsergruppe des Musikvereins St. Goar mit Fritz Hanke war auch in diesem Jahr wieder mit dabei und brachte mit ihren Beiträgen etwas Lockerheit in den Gottesdienst. Die Chorgemeinschaft der Männerchöre aus Werlau und Waldesch hatte sichtbar und vor allem hörbar viel Freude bei ihrem Auftritt im Großen Keller auf Burg Rheinfels. Mit sechs Liedbeiträgen gaben sie diesem Festgottesdienst eine besondere Prägung.

Hansenmeister Helmut Kwiczorowski dankte allen, die an dem Festgottesdienst zum Hansenfest mitgewirkt hatten, der Applaus der Gottesdienstbesucher bekräftigte das.

Als symbolischen Ausdruck für das Anliegen, Brücken zwischen Menschen zu bauen, reichten sich alle Anwesenden die Hände, bevor Pfarrer Krammes den Schlusssegen sprach.



:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::