Gedenkfeiern

am Volkstrauertag

Die Gedenkfeiern zum Volkstrauertag begannen in Werlau - wie üblich - mit dem Gottesdienst in der evangelischen Kirche. Pfr. Brenner wies in seiner Predigt darauf hin, dass es heute gilt, nicht nur die historischen Ereignisse aus unserer eigenen Vergangenheit sondern auch die syrischen Kriegsflüchtlinge in ihrer aktuellen Situation wahrzunehmen. Dabei muss gerade unter dem Eindruck der Pariser Anschläge bedacht werden, dass nicht die Flüchtlinge den Terror nach Europa bringen, sondern dass sie ja genau vor diesem Terror zu uns fliehen. Bei der anschließenden Kranzniederlegung am Denkmal betonte Ortsvorsteher Dieter Langenbach, dass wir den zu uns gekommenen Flüchtlingen unsere Hilfe schulden.

Dies war auch thematischer Schwerpunkt bei der städtischen Hauptfeier in Biebernheim. Das Gedenken an Opfer von Kriegen, Gewaltverbrechen und Terror am Volkstrauertag ist aktueller denn je.

Das machte Stadtbürgermeister Horst Vogt bei der Gedenkfeier am Kriegerdenkmal in St. Goar-Biebernheim deutlich. „Wir alle haben Paris vor Augen. Frankreich wird nach der Schießerei bei der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ schon zum zweiten Mal in diesem Jahr Opfer eines schweren Terroranschlags von Islamisten. Terror heißt Schrecken. Und genau das - Schrecken verbreiten - war die Absicht der Attentäter von Paris. Sie wollten Frankreich ein weiteres Mal erschüttern - und damit ganz Europa. Ich denke, dass das Freundschaftsspiel in Panik enden sollte. Wenn Bomben am Stade de France explodierten, war damit nicht nur Frankreich sondern auch Deutschland gemeint.

Pfarrer Hans-Dieter Brenner stellte in seiner Ansprache das Thema Flüchtlinge in den Fokus. „Wir müssen Verständnis haben für Menschen, die vor Krieg, Tod und Verfolgung fliehen“, mahnte er. Berechtigte Bedenken dürften nie in Hass umschlagen.

Stellvertretend für alle St. Goarer Bürger legten Stadtbürgermeister Horst Vogt, die Ortsvorsteher Peter Schneider, Dieter Langenbach, Michael Hubrath und Pfarrer Hans-Dieter Brenner einen Kranz als Symbol gegen das Vergessen nieder.

Der Musikverein St. Goar unter der Leitung von Andreas Belzer sorgte mit den Musikbeiträgen „Jesus meine Zuversicht“, „Näher mein Gott zu Dir“ und „Ich hatte einen Kameraden“ für einen würdigen Rahmen. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr St. Goar-Biebernheim hielten die Ehrenwache. Die Biebernheimer Gedenkfeier fand anschließend ihren Abschluss - wie üblich - mit dem gemeinsamen Besuch des Gottesdienstes in der evangelischen Kirche.



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