Hirsch-Essen

Eine besondere Gabe aus dem Wald

Die Flüchtlingshilfe St. Goar-Oberwesel erhielt ein ganz besonderes Geschenk eines holländischen Jägers. Spontan hat er das Wildpret eines jungen Hirsches der Flüchtlingshilfe gespendet, so dass die von dem gemeinnützigen Verein zu betreuenden Menschen einen Festschmaus genießen durften.
Den Eissprossenzehner, wie die Jäger auf Grund der Geweihenden zu sagen pflegen, hatte der häufig in unserer Region weilende Jäger, Herr Hagoort, anlässlich einer Drückjagd im Staatswald Struth gestreckt und dem Forstamt Boppard abgekauft.
Vor den Festtagen schlug sein Herz wie das vieler Jäger in Holland und Deutschland für die in Not geratenen, in ihrer Heimat gedemütigten und verbannten Menschen. Auf Initiative des Holzfelder Ortsvorstehers Werner Karbach nahmen einige Flüchtlinge als Treiber an der Jagd im Staatswald Boppard teil; über diese Form der Integration zeigten sich alle Jagdteilnehmer erfreut.

Das Ehepaar Spriestersbach nahm stellvertretend für die Hilfsorganisation St. Goar-Oberwesel zusammen mit drei Flüchtlingen aus Afghanistan das Geschenk für die Versorgung in verschiedenen Häusern mit großem Dank entgegen. Immerhin wog der Hirsch in der Decke 85 kg, ausreichend für viele exklusive Festtagsbraten und Mahlzeiten.

Bei einem Begegnungsfest mit mehr als 120 Teilnehmern wurde der Hirsch von Familie Beckmann in Urbar als Hirschgulasch zubereitet und der fröhlich feiernden Versammlung am Freitagabend, dem 04.03.2016, serviert.


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