Weiterarbeit

im September 2016

Die Fledermäuse haben ihren Nachwuchs großgezogen und beginnen sich allmählich auf ihren Umzug ins Winterquartier vorzubereiten. Für uns bedeutet dies, dass die Bauarbeiten nun wieder aufgenommen werden können.

Zunächst werden die Arbeiten außerhalb der sog. „Fledermausstraßen“ ausgeführt, das sind die mit einer speziellen Einkleidung versehenen, besonders geschützten Bereiche, in denen sich die Fledermäuse noch aufhalten und in denen noch nicht gearbeitet werden kann.

Wir beginnen mit den Arbeiten im Traufbereich des Hauptschiffdaches zunächst an der Nordseite mit der Abnahme der Schiefereindeckung unterhalb der Notdächer, dem Einbau der Notüberdachungen zur Regensicherung der geöffneten Dachfußpunkte, dem Ausbau der Dachschalungen, um dann endgültig die Schadgrenzen der auszutauschenden geschädigten Althölzer mit dem Statiker des Büros Schwab-Lemke festzustellen. Danach erfolgt der Einbau von temporären Hilfsunterstützungen zur Entlastung der auszubauenden Hölzer, der Einbau neuer Hölzer und der Einbau neuer Dachschalung im Traufbereich. Diese Arbeiten an der Nordseite werden einige Zeit in Anspruch nehmen.

Es muss damit gerechnet werden, dass erst Ende September die gleichen Arbeiten an der Südseite ausgeführt werden können, hier jedoch in wesentlich größeren Dimensionen, da der Schädigungsumfang viel größer ist.

Nach dem endgültigen „Auszug“ der Fledermäuse können die Arbeiten dann auch auf die geschädigten Hölzer innerhalb der „Flugstraßenräume“ ausgedehnt werden.

Erst dann kann die abschließende Untersuchung an den durch Feuchtigkeit geschädigten Dachsparren und den Holzverbindungen der Knotenpunkte erfolgen und festgelegt werden, in welchem Umfang diese Schädigungen den notwendigen Ausbau der Dachschalungen zur Folge haben, um alle schadhaften Hölzer auszutauschen.

Gleichzeitig können im Fassadenbereich die Mängel an den Strebepfeilerabdeckungen festgestellt und die Einschätzung der daraus resultierenden Schäden am Anstrich und Außenputz getroffen werden. Die erforderlichen Maßnahmen an den Strebepfeilerabdeckungen müssen dabei gemeinsam mit der Landesdenkmalpflege festgelegt werden, da zur Erzielung einer größeren Nachhaltigkeit der ausgeführten Reparaturen ggf. Konstruktionsveränderungen an den Natursteinabdeckungen erfolgen müssen.

Wir hoffen zur Zeit, dass wir mit den anstehenden Arbeiten möglichst weit kommen, bevor uns der Winter in die nächste Unterbrechung zwingt. - (Infos: Architekt Hans Becker / HDB - August 2016)

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