Die STIMME - 2011 - 3 - Herbst / Winter







JAHRESKREIS



Advent

in prophetischer Verheißung

Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. - (Jesaja 11.1-2)


EG 30, 1

Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart, wie uns die Alten sungen, von Jesse kam die Art und hat ein Blümlein bracht mitten im kalten Winter wohl zu der halben Nacht.

Weihnachtslob

in Psalter und alter Kirche

Der Himmel freue sich, und die Erde sei fröhlich, vor dem Herrn; denn er kommt, er kommt zu richten das Erdreich. Erschienen ist uns der Tag, den Gott geheiligt. Kommt herzu, ihr Völker, und betet an den Herrn; denn heute steigt herab das große Licht auf die Erde. - (Ps 96,11a.13a/altkirchlich)


EG 9, 4

Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt.



Jahreslosung 2012

Jesus Christus spricht:
„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig"
2. Korinther 12, 9

Der Apostel Paulus lässt uns mit diesem Wort an einer Offenbarung teilhaben, durch die er selbst in ein tieferes Verständnis der ihn umgebenden Wirklichkeit geführt wurde.

Dem vorausgegangen war sein Wunsch, Gott möge die ins Unheil strebende Welt mit „starker Hand und ausgestrecktem Arm" in die Richtung bringen, die in sein Heil führt.

Dann aber wird dem Apostel diese Offenbarung zuteil, die in einem scheinbaren Widerspruch zur Wirklichkeit unserer Welt steht. Mit diesem Wort wird die Eigengesetzlichkeit unserer Welt durchbrochen.

Wir lassen uns immer wieder dazu verleiten, uns von dem Glanz und der Herrlichkeit einnehmen zu lassen, die uns in Macht und Stärke begegnen.Durch das an den Apostel Paulus offenbarte Wort erfahren wir aber, dass dies vor Gott ganz anders sein soll.

Was in unserer Welt Bestand hat, geschieht nun einmal nicht durch Stärke und Kraft, sondern durch die Gnade Gottes, die er uns selbst entgegenbringt.

Dabei ereignet sich der Widerspruch Gottes gegen weltliche Gewalt nicht erst zwischen Altem und Neuem Testament. Bereits beim Propheten Elia (1. Könige 19, 11 - 13) geschieht es, dass sich die Gottesoffenbarung nicht in elementarer Gewalt, sondern in einem „stillen und sanften Sausen" ereignet. Die Konsequenz dessen wird uns in Jesus Christus offenbar: "Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig".

Wenn wir der Einladung folgen, einmal unsere Welt im Spiegel dieser Offenbarung zu betrachten, werden wir sehen, dass das auf uns zukommende neue Jahr 2012 in einem viel freundlicheren Licht erstrahlt, als wir es ohne diesen Spiegel überhaupt wahrnehmen könnten.

Dazu wünsche ich Ihnen den Segen Gottes - Ihr Pfr. Hans-Dieter Brenner



Mein Platz

Was für Briten Queen und Tower,
für Chinesen Reis und Mauer,
was der Reichstag für Berlin,
Wiener Schnitzel für sein Wien,
was der Petersdom für Rom
ist für Köln der Kölner Dom.
Was Ägyptern Pyramiden
ist für mich ganz unumstritten
hoch überm Rhein ein Wunderwerk -
der Biebernheimer Wackenberg.

Vom Wackenberg schaut man ins grüne Tal
den Rhein beständig seinem Ziel zufliessen.
Zufriedenheit und „Ach, es war einmal“
und Hoffnung können sich ins Herz ergiessen.

Die Burgruinen ragen aus den Reben.
Vergangenes die Gegenwart erhellt.
Geschlossnen Auges kann man Träume weben
zu Märchenbildern einer Sagenwelt.

Die weissen Ausflugsdampfer ziehn vorbei.
Die Stiftskirche ragt hoch und gottergeben.
Über dem Fels der ewgen Loreley
sieht man im Geiste blonde Haare schweben.

An Vaters Hand spazierte ich zum Fleckchen -
die „Schiffe gugge“ auf dem grünen Rhein.
Im Sonntagskleidchen und in Ringelsöckchen.
Nichts konnte für mich damals schöner sein.

Und läßt der Sorgenschuh die Seele bluten,
dann komm ich gerne an den schönen Ort.
Werfe die Sorgen in des Rheines Fluten.
Der spült sie dann ganz unentgeltlich fort.

Copy by W.Muders-Pabst, Mai 2009



CHRONIK



Sushiköche & Saritänzerinnen

Zwei Wochen asiatische Abenteuer im Hunsrück

Auch in diesem Jahr war die Burg Waldeck mit ihrer großen Spielwiese und den Lagerfeuerplätzen der ideale Ort für aufregende und erlebnisreiche Kinderfreizeiten. In den beiden sechs- und neuntägigen Freizeiten konnten die 7- bis 14-jährigen die faszinierende Welt entlang der Seidenstraße kennenlernen. Neu in diesem Jahr war die spielerische Beschäftigung mit dem Thema „Globalisierung“.
Rote China-Lampions und riesige Fächer schmückten den großen Spiegelsaal, als die Kinder zum Kennenlernabend zusammenkamen. Auf dem Programm standen nicht nur die Klassiker wie „Wer hat Angst vor Dschingis Kahn“, sondern auch neue Spiele, die mit viel Spaß Lösungen und Ideen zu Themen wie Kinderrechte, Frieden, Toleranz und Umweltschutz liefern.

Trotz des meist schlechten Wetters waren Kinder und Mitarbeiter gut gelaunt. Bei einem der Geländespiele im Wald mussten die Kinder in Kleingruppen die Grundwasserversorgung ihres Landes sichern und lernten so ganz nebenbei eine ganze Menge über Weltwirtschaft und Handel. Außerdem gab es viel Sport und fabelhafte Spiele bei der Olympiade quer durch die vielen unterschiedlichen Länder entlang der Seidenstraße.
Im „Asiamarkt“ oder „Shing Shus Tempel der süßen Genüsse“ konnten die Kinder selbst einkaufen. Das Besondere in diesem Jahr: Hier gab es auch asiatische Köstlichkeiten wie Wasabi-Nüsse oder süße Mangostreifen zu kaufen.

Immer wieder konnten die Kinder, je nach Interesse, Arbeitsgemeinschaften wählen. Dort bauten sie Solarmobile, backten indisches Naan-Brot, bemalten japanische Fächer, spielten Samurai, batikten indische Tücher, fertigten chinesische Masken, gestalteten Lampions mit asiatischen Motiven, zupften kleine japanische Püppchen aus Zauberwolle und konnten sich im Yoga ausprobieren.
Natürlich saßen alle auch in diesem Jahr wann immer möglich am Lagerfeuer zusammen, machten Stockbrot und sangen gerne aus der selbst gemachten Liedermappe. Großartig war die Stimmung bei der Disco und bei dem Bunten Abend.
An Projekten zum Thema Asien beschäftigten sie sich in drei kleineren Einheiten mit den Themen Geographie, Natur und Klima, Frauen, dem Land China, dem Weg eines T-Shirts, Kinderarbeit und Kinderrechten sowie politischen Konflikten.

Den meisten Kindern gefiel die Mischung zwischen den aktionreichen Programmpunkten und den Möglichkeiten mehr zu den Hintergründen des Freizeitthemas zu erfahren. Dies wurde auch im Gottesdienst deutlich, den die Kinder selbst mitgestalteten und zum Beispiel in ihren Fürbitten an Menschen dachten, denen es nicht so gut geht wie ihnen selbst.
Das Besondere unserer Freizeiten liegt in der liebevollen Betreuung und Unterstützung der Freizeitteilnehmer durch verhältnismäßig viele Mitarbeiter. Auf 91 Teilnehmer in diesem Jahr kamen 30 qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter und Köchinnen sowie 10 Nachwuchsmitarbeiter und 5 Nachwuchsköchinnen. Dieses Betreuungsverhältnis macht auch den Helfern Spaß und lässt ihnen den Raum für viel Kreativität und individuelle Begleitung der Kinder. - Jugendleiter Lutz Brückner-Heddrich



Werlauer Heimatfest

Ökumenischer Festgottesdienst am Sonntag, dem 24. Juli 2011

Der Sonntagmorgen des Werlauer Heimatfestes begann mit einem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt. Der Chor der Evangelischen Kirchengemeinde St. Goar und der Freien evangelischen Gemeinde wirkte bei diesem Gottesdienst zum ersten Mal unter der Leitung von Chorleiter Matthäus Huth mit. Die Sängerinnen und Sänger brachten die Gesänge „Singt das Lied der Lieder“, „You are my all in all“ und „Du bist der Weg und die Wahrheit“ zu Gehör.

Die Gemeindelieder wurden in diesem Jahr von Chorleiter Matthäus Huth an der Orgel begleitet, der den Organistendienst in der eigenen Gemeinde mit dem St. Goarer Organisten Harald Mebus getauscht hatte. Die Liturgie wurde von Pfarrer Hans-Dieter Brenner von der Evangelischen Kirchengemeinde eröffnet.
Mit Lesung und Gebet waren die Lektoren Wilfried Reuther von der Freien evangelischen Kirchengemeinde, Heribert Pelz von der Katholischen Pfarrgemeinde und Herbert Merten von der Evangelischen Kirchengemeinde beteiligt.

In der Predigt zum Sonntagsevangelium nach Lukas 5, 1 bis 11 bezog sich Pfarrer Brenner auf die besondere Situation eines Festzeltgottesdienstes, in der sich Ort und Wort gegenseitig ihren Selbstverständlichkeiten entheben. Er erläuterte der Gemeinde, dass die Aufforderung zur ökumenischen Zusammenarbeit bereits im biblischen Bericht der Ereignisse implizit angelegt ist, wo beschrieben wird, wie die Jünger - aus den verschiedenen Booten zusammenwirkend - gemeinsam die reich gefüllten Netze zum Wohle aller an Land bringen.
Demzufolge war dann auch die Kollekte in diesem ökumenisch gestalteten Gottesdienst für die Ostafrika-Hilfe zur Linderung der Notlage im Flüchtlingslager Dadaab in Kenia bestimmt. Die zahlreichen Gottesdienstbesucher konnten sich an einem rundum schönen Gottesdienst erfreuen und bedankten sich abschließend mit reichem Applaus. - (KB)



Hansenfest

Festgottesdienst im Großen Keller auf Burg Rheinfels

Auch in diesem Jahr hatte der Internationale Hansenorden zum Hansenfest am 7. August 2011 seine Mitglieder und Gäste zu einem ökumenischen Festgottesdienst eingeladen. Dieser Einladung waren viele Freunde gefolgt. Auffällig viele auswärtige Hansen nahmen teil.

Musikalisch eröffnet wurde der Gottesdienst mit einem Beitrag des Männerchors der Chorgemeinschaft St. Goar-Werlau-Waldesch und dem Bläserquintett des Musikvereins St. Goar mit seinen jungen Musikern.

Diese jungen Musiker begleiteten auch die Gemeindegesänge. Während der musikalischen Darbietungen strahlte die Morgensonne durch den großen Bogen am Eingang in den großen Keller und sorgte so zusätzlich für eine sakrale Atmosphäre. Pfarrer Krammes, der den Gottesdienst vorbereitet hatte, gestaltete die Liturgie gemeinsam mit Pastor Manderbach von der Freien evangelischen Gemeinde und Walter Huppertz von der katholischen Gemeinde.

Die Predigt stellte Pfarrer Krammes unter das zur Zeit hochaktuelle Leitthema „Energie“. Nach einem kleinen historischen Rückblick auf die Nutzung von Energie durch den Menschen und im täglichen Leben führten die drei Prediger das Thema in abwechselnd vorgetragenen Beiträgen weiter und reflektierten über die Energie, die im menschlichen und geistigen Raum fließt: Energie und Willenskraft des Einzelnen bei der Gestaltung seines Lebens; Energie im Glauben, die Kraft Gottes als Schöpfer des Universums; Energie Gottes der das Leben möglich macht.
Nach dieser nachdenklich stimmenden Predigt trug der Männerchor der Chorgemeinschaft das Ave Maria von Franz Biebl vor, das er in einem 7-stimmigen Satz für diese Gottesdienstfeier einstudiert hatte. Zum Schluss bedankte sich der stellvertretende Hansenmeister Dr. Gerhard Kleinz bei allen Mitwirkenden und stellte fest, dass dieser Gottesdienst inzwischen zu einem wichtigen Bestandteil des Hansenfestes geworden ist. Er sprach die Hoffnung aus, dass die Besucher viel von der Energie, von der gesprochen wurde, mit in den Alltag nehmen.
Nach dem Segen beendete der Chor die Feier mit dem bekannten Gospel „Kumbayah my Lord“, in das ein Teil der Anwesenden mit einstimmte. - Jürgen Hein / Fotos: Jürgen Seipel



Konfirmanden-Camp

Gemeinsames Wochenende der Süd-Gemeinden

33 Teilnehmer, davon 14 aus der Kirchengemeinde St. Goar, 12 Teamer, 13 Mitarbeiter in der Probephase, also 58 Personen insgesamt, fuhren in diesem Jahr zum Konfirmanden-Camp auf dem Jugendzeltplatz in Boppard. Zusammen mit den Gleichaltrigen aus den Kirchengemeinden Bacharach-Steeg und Oberdiebach-Manubach ging es darum, einen anderen Blick von Kirche zu bekommen, die Nachbar-Konfirmanden kennenzulernen und ein Angebot der Jugendarbeit selbst mal zu erleben. Das Konfirmanden-Camp gibt es seit 2007, doch noch nie waren so viele Teilnehmer dabei.
Am Freitag wurden gemeinsam die Zelte und die große Feuerjurte aufgebaut. Nach dem Abendessen fanden Kennenlernspiele, ein Lagerfeuerabend und eine Andacht statt. Der nächste Tag begann mit sportlichen Aktivitäten und Wettkämpfen, bei denen die Teilnehmer aus allen Gemeinden bunt gemischt ins Rennen gingen: Es ging um Teamgeist, Geschicklichkeit, Malkünste, logisches Denken, aber auch um Schnelligkeit, gemeinsame Kraft und Bewegungskunst.

Das gute Wetter sorgte zusätzlich für Hochstimmung. Im Gebrüder-Michels-Tal gab es am Nachmittag das „Rätsel um das leere Grab“ zu lösen, die verängstigten Jünger ausfindig zu machen und ihnen die frohe Botschaft zu bringen. 14 Rollenspieler waren im Einsatz und vier von sechs Gruppen lösten die knifflige Aufgabe.
Der Samstag ging ebenfalls am Feuer mit viel Gesang und einer Andacht zu Ende. Am Sonntag erarbeiteten sich die Konfirmanden einen eigenen Jugendgottesdienst zum Thema: „Hauptsache schön?“ Es wurden Lieder eingeübt, Rollenspiele geprobt, Fürbitten formuliert, Wegzeichen gebastelt und zwei Wandzeitungen erstellt.

Nach dem gemeinsamen Aufräumen und der Reflexion der drei Tage ging die Kurzfreizeit zu Ende. 30 von 33 Teilnehmern fanden es rückblickend wichtig, an einem solchen Wochenende teilgenommen zu haben. 16 Konfirmanden möchten nächstes Jahr im Mitarbeiter-Team mitwirken. Das nächste Konfirmanden-Camp unter der Leitung von Corinna Winko findet vom 15. bis 17. Juni 2012 wieder in Boppard statt. - Lutz Brückner-Heddrich.



Neue Feuerwehrfahrzeuge

Einsegnung am Sommerfest

Der Förderverein des Löschzuges St. Goar und der Löschzug St. Goar feierten, wie in jedem Jahr, am dritten Wochenende im August das schon zur Tradition gewordene Sommerfest.
Der Sonntagmorgen begann mit einem musikalischen Frühschoppen unter Mitwirkung des Musikvereins St. Goar. Anschließend wurden durch Pastor Weber und Pfarrer Krammes das neue Mehrzweckboot des Rhein-Hunsrück-Kreises und das durch Spenden finanzierte neue Mannschaftstransportfahrzeug "getauft" und eingesegnet. - (Red/FFW-StG)



Biebernheimer Quetschekerb

Zeltgottesdienst im bewährten Rahmen

Die gottesdienstliche Begleitung der Biebernheimer Quetschekerb gehört fast schon zur Tradition, seitdem vor fünf Jahren zum 125-jährigen Jubiläum der Festsonntag mit einem Gottesdienst eröffnet wurde.

Die Kranzniederlegung der Kerwe-Jugend am Denkmal durch Kerwepräsident Jens Pabst wurde auch in diesem Jahr mit Gebet und Segen durch Pfr. Brenner begleitet.

Im anschließenden Gottesdienst hatte Marlies Abele den Lektorendienst übernommen.

In der Predigt zum Sonntagsevangelium bedankte sich Pfr. Brenner für die Bereitschaft, auch in der heutigen Zeit bei einer weltlichen Festveranstaltung dem Hören auf das Wort Gottes den gebührenden Raum zu gewähren.
Die gottesdienstliche Kollekte wurde in diesem Jahr der Ostafrika-Hilfe gewidmet.

Der gemischte Chor "Rheinklang" gestaltete unter der Leitung von Karl-Heinz Kurek, den Gottesdienst in bewährter Weise musikalisch; die Gemeindegesänge wurden von Organist Harald Mebus mit dem Keyboard begleitet. - (Red)



Jahrgangstreffen

im Werlauer Erntedankgottesdienst

Wie für diese Jahrgangsgruppe inzwischen üblich geworden, nahm auch in diesem Jahr der Jahrgang 1941 aus Werlau anlässlich seines Jubiläumstreffens am Erntedankgottesdienst teil.
Lektor Herbert Merten, der selbst dem Jahrgang angehört, hatte die Kirche besonders festlich geschmückt und trug neben der Evangelien-Lesung auch das Fürbittgebet der Jubilare in den Gottesdienst ein. - (Red/HeM)



Frauenkreis Biebernheim

Eröffnungs-Tour

Der Biebernheimer Frauenkreis der Evangelischen Kirchengemeinde St. Goar hat seine Sommerpause beendet. Seit einigen Jahren war immer wieder einmal im Gespräch, eine gemeinsame "Federweißer"-Tour zu unternehmen. Deshalb wurde bereits im zurückliegenden Sommer geplant, zum Auftakt der Frauenkreis-Nachmittage im Winterhalbjahr 2011/2012 den beabsichtigten Ausflug - wie üblich gemeinsam mit den Männern - in diesem Jahr in "heimische Gefilde" vorzunehmen.

Für eine Wanderung wäre der Weg zu mühsam gewesen und das Wetter zu schlecht. Also ging es am Donnerstag, dem 06.10.2012, per "ANDI" in die Gründelbach. Hier konnten wir uns davon überzeugen, dass die diesjährige Traubenernte in guten Händen ist und uns über den anstehenden Winter manch guten Tropfen Wein bescheren wird.

Wohlgemut werden wir uns in den Nachmittagstreffen daran erinnern und uns auf unsere nächste Tour im Frühjahr freuen, die uns vielleicht nach Boppard führen wird - (HDB)



INTERNET-PORTAL

In der Rubrik

finden Sie in unserem Internet-Portal noch mehr Fotos und ausführlichere Berichte von Ereignissen und Veranstaltungen, die für unsere Druckausgabe zusammengefasst werden mussten. - s.:

http://www.ev-kgm-stgoar.de

Außerdem möchten wir Sie noch aus aktuellem Anlass auf unsere ständig aktualisierte Rubrik

aufmerksam machen. Aktuelle Terminänderungen und sich kurzfristig ergebende Veranstaltungshinweise werden hier bekannt gemacht - (HDB)



AKTUELLES



Kinder-Bibel-Tag

in St. Goar

Am Samstag, dem 05.11.2011, gibt es einen Kinderbibeltag von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Evangelischen Gemeindehas iin der Oberstraße in St. Goar,
Kinder von 6 - 11 Jahren können hier Geschichten aus der Bibel kennen lernen und gemeinsam spielen, basteln und singen.

Ansprechpartner sind: Sabine Burg - Tel. 06744 / 711565, Andrea Friedrich - Tel. 06741 / 96122, und Ute Müller - Tel. 06741 / 590



Spendenaufruf 2011/2012

Kirchgeld-Sammlung für die Restaurierung unserer Orgeln

In diesem Jahr bitten wir die Gemeinde um das ‚Freiwillige Kirchgeld‘ zugunsten unserer historischen Orgeln. Leider konnten die Restaurierungsarbeiten bisher immer noch nicht abgeschlossen werden. Damit die Instrumente auch weiterhin für Sie spielen können, sind wir auf Spenden angewiesen, um die wir Sie herzlich bitten. Wir bedanken uns bei allen, die mit ihrer Spende die Gemeinde stärken.

Spendenkonto:
Evangelische Kirchengemeinde St. Goar
KSK Rhein-Hunsrück
BLZ 56051790, Konto 1800

Den Gemeindebriefen sind diesmal nicht mehr - wie in den vergangenen Jahren Überweisungsträger beigelegt. Wir bitten Sie für Ihre Überweisung die Ihnen bei Ihrer Bank zur Verfügung stehenden Überweisungsträger zu verwenden oder - wie inzwischen üblich - papierlose Online-Überweisungen vornehmen. Bitte tragen Sie als Stichwort ein: Kirchgeld / Orgeln

Andere Spenden

können Sie selbstverständlich auf die gleiche Weise einzahlen, sollten Sie einen anderen Spenden-Zweck bevorzugen. Wenn Sie das zweckentsprechende Stichwort eintragen, werden wir Ihre Spende selbstverständlich Ihren Angaben entsprechend verwenden - (HDB/Red)



Studienfahrt 2012 - "Biblische Stätten im Heiligen Land"

12 Tage Rundreise durch Jordanien und Israel

Wir haben inzwischen die erforderliche Mindestteilnehmerzahl für unsere Reise erreicht. Die Durchführung ist damit gewährleistet, deshalb wird die Anmeldeliste in Kürze geschlossen.
Es gibt noch Plätze freie Plätze, die wir gerne für Gäste anbieten können. Die Anmeldung sollte baldmöglichst erfolgen; die nicht benötigten Plätze werden in kürze zurückgegeben. Bitte bedenken Sie bei einer Anmeldung, dass in unserem Reisekreis die vorderen Busplätze nicht für bestimmte Personen reserviert, sondern tageweise rotierend besetzt werden.

Folgende Tour-Route ist vorgesehen: Flug nach Amman - Biblische Stätten in Nord-West-Jordanien - Fahrt über die Königsstraße in den Südwesten mit Petra und Wadi Rum - Grenzübergang bei Aqaba/ Eilat - Fahrt durch den Negev zu den biblischen Stätten am Toten Meer - Bethlehem - Jerusalem - Galiläa - Rückflug von Tel Aviv.
Wir haben Begegnungen und Gottesdienste in den Deutschen Gemeinden von Amman und Jerusalem und am See Genezareth.
Unsere Reise beginnt am Sonntag, 29.04.2012; die Rückkehr erfolgt am Donnerstag, 10.05.2012. Der Gruppenreisepreis ab Frankfurt-Rhein/Main beträgt bei HP im DZ 1.855 €, der EZ-Zuschlag liegt bei 341 €; die obligatorischen Trinkgelder sind darin bereits enthalten.
Detail-Angaben und Anmeldeunterlagen können bei Pfr. Hans-Dieter Brenner, Tel.: 06741 1331, oder über das Büro der Kirchengemeinde, Tel.: 06741 7470, angefordert werden.



ÖKUMENE



Evangelische Kirche trifft Papst Benedikt XVI. in Erfurt

Zeit für eine „Ökumene der Gaben“

23. September 2011 - Eine Delegation der evangelischen Kirche unter Leitung des Vorsitzendendes Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, ist am heutigen Freitag zu einem Gespräch mit Papst Benedikt XVI. und seiner Delegation im Augustinerkloster zu Erfurt zusammengekommen. Im Anschluss an das Gespräch wurde ein ökumenischer Wortgottesdienst in der Augustinerkirche gefeiert.
Bei der Begegnung der 20-köpfigen evangelischen Delegation mit dem Papst im Kapitelsaal des Augustinerklosters verlieh der Ratsvorsitzende Schneider seiner Freude darüber Ausdruck, dass der Papst die Einladung in das Augustinerkloster angenommen habe, jenem Kloster also, in dem Martin Luther im Jahre 1505 in den Augustiner-Eremitenorden aufgenommen worden sei. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Landesbischöfin Ilse Junkermann erinnerte der Ratsvorsitzende in seiner Ansprache daran, die „getrennt gewachsenen Traditionen“ in den Konfessionen „nicht als Defizite“, sondern als „gemeinsame Gaben“ zu verstehen. In Fortentwicklung einer „Ökumene der Profile“ sei es nun an der Zeit für eine „Ökumene der Gaben“, in der „der große Fortschritt“ gefeiert werde, dass wir als getrennte Kirchen „freundschaftlich verschieden“ sind. So würden die beiden Konfessionen das Sakrament der Taufe wechselseitig anerkennen. „Menschen in die Kirche als dem Leib Christi einzugliedern, trauen wir einander zu und vertrauen wir einander an. Darauf können wir bauen und weitere konkrete Schritte zu mehr Gemeinsamkeit wagen“, so der Ratsvorsitzende wörtlich.
Schneider erinnerte daran, dass sich die Kirchen der Reformation als „Kirche der Freiheit“ verstünden. Damit sei keine „unverbindliche Beliebigkeit“ gemeint, sondern eine Freiheit, die sich im „Ja“ zu Jesus Christus gründe und allein im Zusammenspiel von Freiheit und Bindung wahre Freiheit werde. Diese augustinisch gegründete Theologie der Reformation, so Schneider, sei „die besondere Gabe der Kirchen der Reformation in einer weltweiten Christenheit“. Schließlich warb der Ratsvorsitzende in seiner Ansprache dafür, „von 2000 Jahren gemeinsamer Kirchengeschichte zu sprechen“, denn auch nach 1517 seien beide Konfessionen als „Westliche Kirchen“ in besonderer Weise aufeinander bezogen gewesen – „im Guten und im Bösen, in heilsamem Wirken miteinander, aber auch in tödlicher Feindschaft gegeneinander“. Deshalb sei es, so Schneider, im Blick auf das bevorstehende Reformationsjubiläum 2017 an der Zeit, Erinnerungen an die „gegenseitigen Verletzungen in der Reformationszeit“ und der ihr folgenden Geschichte beider Kirchen „zu heilen und konkrete Wege der Aussöhnung“ zu gehen.
Abschließend lud der Ratsvorsitzende den Papst als „Bruder in Christus“ ein, den 31. Oktober 2017 als ein „Fest des Christusbekenntnisses“ zu verstehen und „mit den Kirchen der Reformation“ zu feiern, auf dass alle in ökumenischer Verbundenheit Christus bezeugten, „damit die Welt glaube“ (Johannesevangelium Kapitel 17, Vers 21).
Im anschließenden ökumenischen Wortgottesdienst begrüßte die Präses der Synode der EKD, Katrin Göring-Eckardt, Papst Benedikt XVI. mit einer geistlichen Meditation. In ihren Ausführungen erinnerte sie dabei an Martin Luthers Satz: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“ Er sei auch für die Christinnen und Christen in der DDR ein „kämpferisches, ein stärkendes Wort“ gewesen. Aus der Geschichte habe man lernen können: „Wenn man Mauern zu lange bewacht, Mauern aus Stein und Mauern aus Schweigen, dann brechen sie von innen auf, weil die Menschen von der Freiheit wissen.“ Ausgehend von der Tageslosung des 23. Septembers aus dem Buch Jesaja (Kapitel 26, Vers 9: „Von Herzen verlangt mich nach dir des Nachts, ja, mit meinem Geist suche ich dich am Morgen“) erinnerte Göring-Eckardt an die Gottsuche vieler Menschen heute, die heimatlos geworden sind: „Heimatlos auf der Flucht vor Hunger, vor Krieg, vor Umweltzerstörung; heimatlos auch durch Gewalt an Körper und Seele, heimatlos in Enge und in Verzweiflung. Dagegen gelte es zu erinnern:
„In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen‘ heißt es im Johannesevangelium (Kapitel 14, Vers 2), und dieses Haus, in dem wir wohnen, in das wir kommen können, egal wie wir heißen oder sind, hat auch immer noch Zimmer frei für die, die suchen und bei uns Heimat finden.“ Dies gelte für alle Menschen, betonte Göring-Eckardt. „Gott sieht uns alle mit der gleichen und nur ihm eigenen großen Liebe an.“
Im Blick auf den gemeinsamen Gottesdienst sagte die Präses abschließend: „Wer auf uns schaut, soll spüren, dass wir in allem wissen von Gottes Liebe, die uns nicht drängt, sondern trägt, die sich manchmal verbirgt und dann wieder leuchtet mit aller Kraft.“
Erfurt/Hannover, 23. September 2011 - Pressestelle der EKD, Reinhard Mawick



VORSCHAU



Konzertreihe 366+1

Kirche Klingt 2012

Durch alle 366 Tage des Jahres „Reformation und Musik“ 2012 zieht sich im Rahmen der Lutherdekade das Konzertband 366+1, Kirche klingt 2012 durch ganz Deutschland. Sowohl innerkirchliche als auch freie und Musikschulensembles etc. werden sich an dieser Konzertreihe beteiligen.
Der Projektträger von 366+1, Kirche klingt 2012 ist die EKD. Die Organisation für dieses Projekt liegt beim Kulturbüro der EKD in Zusammenarbeit mit den LKMD bzw. den Wochen-Managern des Projektes.
Die Termine für die Festwoche in unserem Kirchenkreis sind vom 11.032012 bis 17.03.2012. Für die Veranstaltung in St. Goar ist der 13. März vorgesehen - (Red/Teg)



BEKANNTMACHUNGEN



Presbyteriumswahlen

Vorbereitende Gemeindeversammlung

Das Wahlverfahren für die Presbyteriumswahlen wurde durch Beschluss der Landessynode erheblich vereinfacht.
Demzufolge beginnt das Wahlverfahren nun mit dem Aufruf zur Kandidaten-Benennung am 30.10.2011.
Die dem folgende Gemeindeversammlung mit der Vorstellung der Kandidaten ist in unserer Kirchengemeinde am:

Buß- und Bettag
am 16.11.2011 um 18:00 Uhr
in der Krypta der Stiftskirche
im Anschluss an die Abendandacht

Bei nicht ausreichender Kandidatenzahl ist § 14 des Presbyteriumswahlgesetzes zum Verfahren bei nicht ausreichender Vorschlagsliste zu beachten:
(1) Kann das Presbyterium keine ausreichende Vorschlagsliste vorlegen, berichtet es dem Kreissynodalvorstand über die Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten.
(2) Der Kreissynodalvorstand kann das Wahlverfahren anhalten und den Wahltermin einmalig um bis zu einem Jahr verschieben oder nach Absatz 3 verfahren.
(3) Der Kreissynodalvorstand kann dem Presbyterium im Ausnahmefall gestatten, die Wahl nicht durchzuführen. Die Vorgeschlagenen gelten als gewählt. Das weitere Verfahren richtet sich nach den §§ 24 Absatz 3, 25 bis 27 und 28 Absatz 2.

Zu § 14 Verfahren bei nicht ausreichender Vorschlagsliste - Zu Absatz 2

1. Der Kreissynodalvorstand entscheidet in eigenem Ermessen, ob und welche Aufsichtsmittel er nach dem Presbyteriumswahlgesetz einsetzt.
2. Kriterien für die Prüfung des Kreissynodalvorstandes, ob die betreffende Kirchengemeinde sich in genügender Weise um eine ausreichende Zahl von Kandidatinnen und Kandidaten bemüht hat, können Folgende sein: – Wie viel Aufwand hat das Presbyterium betrieben? – Welche Tradition herrscht in der Kirchengemeinde? – Wann wurde das letzte Mal „richtig“ gewählt? – Wie viele Presbyterinnen und Presbyter wurden durch Ergänzung des Presbyteriums nachberufen? – Ist die Zahl der Presbyterinnen und Presbyter höher als die Mindestzahl?
3. Ein Beispiel für den Abbruch der Wahl und ein neues Wahlverfahren kann sein: Ein Presbyterium hat eine Zahl der Presbyterinnen und Presbyter festgesetzt, die über den Mindestzahlen gemäß § 4 liegt. Sie könnte herabgesetzt werden. Dies kommt insbesondere in Betracht, wenn auch in den vergangenen Presbyteriumswahlen nicht genügend Kandidatinnen und Kandidaten gefunden wurden.

Zu Absatz 3:
1. siehe: §§ 24 Absatz 3 (Benachrichtigung der Gewählten), 25 bis 27 (Bekanntgabe, Beschwerderecht sowie Amtseinführung) und 28 Absatz 2 (Verfahren bei Nichterreichen der Presbyterzahlen).
2. Ändert sich im Laufe des Wahlverfahrens eine zunächst ausreichende später in eine nicht ausreichende Vorschlagsliste (z. B. durch Todesfall), gilt Absatz 3 entsprechend. - (Red/PWG)





















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