Rudolf Ackermann - (www.ev-kgm-stgoar.de),

Die St. Georgskirche zu St. Goar-Werlau

Instandsetzung und Modernisierung im Jahre 1998



Die Kirche wurde 1907 erbaut. Es handelt sich von der Anlage her um eine typische Predigerkirche der Jahrhundertwende.

Bereits 1996 wurde angeregt, die mit großem Reparaturstaub belegte St. Georgskirche zu Werlau Instand zu setzen und zu modernisieren.

An allen Außenansichten waren zum Teil große Putzerneuerungen erforderlich.

Holzarbeiten im Turmbereich und an den Schallnischen waren nötig.

Ein neuer Anstrich der gesamten Außenputzfläche sowie des Holzwerkes musste herbeigeführt werden.

Die vorhandenen bleiverglasten Fenster waren in einem sehr desolaten Zustand und mussten ausgebaut und neu verbleit werden.

Die Fenster im Obergarden musten gekürzt werden, damit eine Zinkrinne zur Auffassung des Kondenswasseres eingebaut werden konnte.

Bei vorgenannter Sanierung wurde die. Überlegung über eine Isoverglasung bzw. eine Außenschutzverglasung gegen Wandalismus angestellt. Eine Isoverglasung spricht bei Kirchen gegen eine Feuchtigkeitsbiidung im Leibungsbereich.

Wandanlismusschäden wurden bisher nicht festgestellt und so wurde auch somit auf eine solche verzichtet.

Zur Durchführung vorgenannter Arbeiten was es erforderlich, das gesamte Kirchenbauwerk einzurüsten.

Für die Farbgestaltung wurden entsprechende Farbmuster angefertigt, wonach eine entsprechende Entscheidung getroffen wurde.

Im Innenbereich waren außer Putz- und Rissschäden sehr starke Wasserschaden zu verzeichnen, die eine Gesamtsanierung erforderlich machten.

Hierzu musste auch das gesamte Kirchenschiff und die Empore eingerüstet werden.

Nach Beseitigung der Schäden wurde die gesamte Innenfläche neu gestaltet und gestrichen, wozu auch wieder verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten und Farbkombinationen ausgearbeitet wurden.

Für die Farbentscheidüng war die Partie der Fußbodenbeläge mit auschlaggebend.

Als gravierender Eingriff auf den Innenraum kann man die Erweiterung der Altarfläche bezeichnen.

Dieselbe wurde wesentlich auf Kosten des Kirchenraumes erweitert unter Wegfall von zwei Bankreihen.

Durch intensive Recherchen konnten fast die gleichen Fußbodenbeläge wie die vorhandenen besorgt werden, so dass der Fußbodengestaltung keine Auffälligkeiten diesbezüglich anzusehen sind.

Die vorhandene Elektroheizung war in einem sehr desolaten Zustand und wurde durch eine zentrale Gasheizung ersetzt. Diese konnte an den vorhandenen sanierten Helzungskamin angeschlossen werden.

Die komplette Innen- und Außenbefeuchtung wurde ebenfalls im Zuge der Maßnahme mit erneuert.

Im Februar 1997 wurde dann ein entsprechender Kostenvoranschlag erstellt.

Nach Ausschreibungen der einzelnen Fachlose und Vergabe der Arbeiten wurde dann Mitte 1998 mit den Arbeiten begonnen, die Ende 1998 fertiggestellt wurden.

Für die freundliche und angenehme Zusammenarbeit bei der Bauausführung möchte ich mich recht herzlich bedanken bei Herrn Pfarrer Brenner, Herrn Baukirchmeister Papst, bei Prespyterium und Bauausschuss der evangelischen Kirchengemeinde St.Goar

Für die freundliche Unterstützung bedanke ich mich bei dem Kirchenkreis und der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Des Weiteren gilt mein Dank Herrn Dr. Meissner vom Landesamt für Denkmalpflege in Mainz.

Rudolf Ackermann, Architekt
St. Goar, 4. April 2006