100jährige Werlauer Kirchengeschichte in Wort und Bild

Chronik, Foto- und Bibelausstellung bieten einmalige Dokumentation

Am 04. Dezember 2007 hat die Evangelische Kirchengemeinde in Werlau mit einem Jubiläumsgottesdienst der Wiedererrichtung ihrer St. Georg-Kirche vor einhundert Jahren gedacht.Im Rahmen der liturgischen Gestaltung von Pfarrer Brenner trug Lektor Herbert Merten ein Gedicht vor, das 1907 der damalige Pfarrer Over für den Einweihungsgottesdienst geschrieben hatte. Organist Harald Mebus begleitet die Gemeindegesänge. Der Jubiläumspredigt legte Pfarrer Brenner die Psalmverse zu Grunde, die von 1909 bis zur Renovierung der Kirche 1956 von der Ostwand des Kircheninnern den Besuchern entgegen leuchteten: Land, Land, höre des Herren Wort! (Jer. 22.29) – Ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht. (Röm. 1.16) – Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. (Joh. 6.37) – Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. (Psalm 103,2).

Die Gute Botschaft des Wortes Gottes durch die Kirchengeschichte hindurch in den Jubiläumszeitraum hinein war Thema des ersten Teiles. Im zweiten Teil kam die Bedeutung der Bewahrung des Wortes Gottes zur Sprache, die der Gemeinde mit den Exponaten der Bibelausstellung sichtbar vor Augen gestellt werden konnte. Abschließend wurde die Entfaltung des Biblischen Wortes im Leben der Gemeinde angesprochen, deren Umsetzung in der Chronik und der Fotoausstellung aufgearbeitet war.

Dem Blechbläserquartett des Musikvereins St. Goar mit Tobias Becker, Marko Mebus, Martin Neubauer und Benedikt Stüber unter Leitung von Martin Neubauer sowie der Chorvereinigung St. Goar – Werlau unter Leitung von Chorleiter Helmut Wissing gelang eine sehr stimmungsvolle Gestaltung des Gottesdienstes.

Den Jubiläumsgottesdienst gestalteten (von links nach rechts): Das Bläserquartett des Musikvereins St. Goar (Tobias Becker, Marko Mebus links und Benedikt Stüber, Martin Neubauer rechts), Lektor Herbert Merten, Pfarrer Hans-Dieter Brenner und Organist Harald Mebus. - Foto: Klaus Brademann

Die Sänger der Chorvereinigung St. Goar – Werlau unter ihrem Dirigenten Helmut Wissing (links vorn) im Altarraum der St. Georg-Kirche. - Foto: Klaus Brademann

Pfarrer Hans-Dieter Brenner begrüßte zu der Veranstaltung, bei der die Chronik vorgestellt und die Foto- und Bibelausstellung eröffnet wurde, zahlreiche Gäste im Gemeindehaus. Im weiteren Verlauf der Jubiläumsveranstaltung wurde zunächst von Klaus Henrich die Chronik vorgestellt. - Foto: Klaus Brademann

Viel zu entdecken gibt es in der Chronik. Stolz präsentieren ihre Macher, Klaus Brademann (links) und Klaus Henrich (rechts), das gelungenen Werk Pfarrer Hans-Dieter Brenner (Zweiter von links). Auch Gerhard Hilgert (Mitte) und Armin Kuhn, die die Bibelausstellung organisiert haben, sind begeistert von der anschaulichen Darstellung der historischen Themen. - Foto: Ingo Lips. Schließlich dankte Klaus Brademann den Werlauern für ihre Bereitschaft, Fotos in so großer Anzahl sowohl für die Chronik als auch für die Fotoausstellung zur Verfügung gestellt zu haben. - Foto: Hans-Dieter Brenner

Mit der 48seitigen Chronik über einhundert Jahre Evangelische Kirchengemeinde in Werlau scheint der überaus positiven Resonanz der Leser nach ein großer Wurf gelungen zu sein. Sein DIN-A4-Format erlaubt großflächige Bilder, oft von besserer Qualität als die Originale. Der gut gegliederte überschaubare Text sowie der breite Rand, auf dem das Allerwichtigste ins Auge fällt, erleichtern dem Leser das Erfassen der Zusammenhänge. Unverfälschte Quellentexte werden kursiv auf hellblauem Untergrund hervorgehoben. In der oberen rechten Ecke jeder Seite erscheint ein kleines Kirchenbildlogo. Die das Layout herstellende Firma arttec grafik, St. Goar-Werlau, hat dabei mit modernster Technik hervorragende Arbeit geleistet.

Am Schluss des Werks verschafft eine chronologische Auflistung einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse der letzten hundert Jahre.

Eine Reihe von geschichtlichen Höhepunkten des Gemeindelebens macht die Chronik inhaltsreich. So wird der Leser informiert über die umfangreiche Gemeindearbeit eines Pfarrers Wilhelm Over, über die Spendenfreudigkeit beim Neubau der Kirche oder Neukauf der Glocken, die Bedeutung der Frauenhilfe für die weibliche Bevölkerung und die Kirchenzucht, die in der Gemeinde herrschte bis hin zu der bewegenden Presbytersitzung im Jahre 1934, in der sich einstimmig für die Bekenntnissynode gegen das Hitlerregime ausgesprochen wurde. Der Neubau eines Gemeindezentrums sowie die Ausflüge zu Pfarrer Börners Zeiten lassen bei vielen Werlauern Erinnerungen hochkommen. Der Zusammenschluss zur Großgemeinde St. Goar und die Neuorientierung der Gemeindearbeit in den letzten Jahrzehnten bilden den Abschluss des Textes. Die Chronik mit diesem Inhalt mag nicht nur als Nachschlagewerk dienen, sondern kann der Gemeinde auch Anstoß sein, den Vorbildern vergangener Zeiten nachzueifern.

Klaus Brademann dankte den Werlauern für ihre Bereitschaft, Fotos in so großer Anzahl zur Verfügung gestellt zu haben. „Bilder sagen mehr als tausend Worte, denn sie lassen Raum für eigene Interpretationen. Bilder gleichen einem Spiegel, in dem jeder etwas anderes sieht“, verdeutlichte Brademann bei seiner Präsentation. Zusammen mit den 71 Fotos der Chronik und den über 330 Bildern der Fotoausstellung wurde eine Sammlung aus einhundert Jahren Gemeindeleben angeboten, die jeden Besucher zum Entdecker werden ließ. Im Mittelpunkt der Ausstellung standen 40 Konfirmationsjahrgänge, ebenso dokumentiert wie die Erinnerung an die Pfarrer wie Arthur Börner und Ludwig Kiss sowie an alle Organistinnen und Organisten, Küsterinnen und Küster.

Da eine Person allein die Herstellung der Chronik bzw. die Präsentation der Fotoausstellung rein zeitlich überfordert hätte, hat das Team Klaus Brademann und Klaus Henrich die Arbeit gemeinsam bewältigt.

Im selben Raum wie die Fotos befand sich die Bibelausstellung, eine Sammlung von 85 Exemplaren aus Familienbesitz, von denen das älteste Original aus dem Jahre 1630 stammte. In mühevoller Kleinarbeit hatten Armin Kuhn und Gerhard Hilgert die Bibeln eingesammelt, geordnet, nummeriert und eine Katalog für die Ausstellung geschrieben. - Klaus Brademann und Klaus Henrich



Download :

CHRONIK - Evangelische Kirchengemeinde in Werlau - 1907 bis 2007.pdf



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Theateraufführung zum Werlauer Kirchenjubiläums

St. Georg-Kirche Werlau als stimmungsvoller Ort für ein Historienstück

Die Theatergruppe Werlau unter der Leitung von Herbert Merten und der Regie von Mechthild Roth erntete am Freitag, 30.11.2007 und Samstag, 01.12.2007, in der vollbesetzten St. Georg-Kirche mit der Aufführung des Volksstücks „Christophel Werner“ großen Applaus. Das von Pfarrer Over im Jahre 1902 verfasste und zugunsten der Wiedererrichtung der Kirche aufgeführte Theaterstück stellte an die rund 40 Laiendarsteller hohe Anforderungen, die jedoch mit Talent und Einsatzfreude gemeistert wurden.

Der Verfasser hatte um 1900 in Archivquellen die Leidensgeschichte des Christophel Werner, in Werlau Pfarrer von 1670 bis 1696, entdeckt, der den großen Brand seines Orts und die Belagerung der Festung Rheinfels durch die Truppen Ludwig XIV. miterleben musste, und hat daraus ein zu Herzen gehendes Schauspiel in Reimen geschrieben. Glücklicherweise ist noch ein einziges Druckexemplar dieses Stücks auf einem Dachboden gefunden worden. Nach gut 100 Jahren hat der Werlauer Herbert Merten mit seiner Theatergruppe den Mut gefunden, zum Kirchenjubiläum mit einer Neuinszenierung die Gemeinde zu überraschen.

In acht verschiedenen Bühnenbildern sind die Zuschauer in eine Spinnstube, zu einem Dingtag, in die Wohnung von Schultheiß und Pfarrer vor und nach dem Brand und zu einer Wingertmauer mitgenommen worden. Sie haben dabei die mit großer Ernsthaftigkeit vorgetragenen Sitten und Gebräuche, Pflichten und Rechtsprechung und vor allem die tiefe Gläubigkeit jener Zeit kennen gelernt.

Als der Schultheiß seine Tochter Maria wegen deren in seinen Augen nicht standesgemäßen Liebe zu dem Schweinehirten Peter schlägt und sogar aussperrt, verklagt sie den Vater am Dingtag vor dem Vogt und den Schöffen, bekommt Recht und Hilfe auch vom Pfarrer Werner. Nachdem Peter beim großen Brand unter Lebensgefahr einen Säugling gerettet hat und bei der Belagerung der Burg Rheinfels auf Grund seiner Tapferkeit zum Offizier aufgestiegen ist, akzeptiert der Schultheiß am Ende den jungen Mann als Schwiegersohn. Die Folgen der Brand- und Kriegskatastrophen für das Dorf Werlau haben die Kräfte des Pfarrers auch deswegen aufgezehrt, weil er seinen Gottesdienst zu jeder Jahreszeit unter freiem Himmel abhalten muss. Der Wunsch nach Wiederaufbau der abgebrannten Kirche durchzieht wie ein roter Faden das Theaterstück und leitet hervorragend über zum Jubiläum „Wiedererrichtung der St. Georg-Kirche“. In einer anrührenden Szene umringt von seiner Gemeinde traut er die Liebenden Maria und Peter und scheidet aus dem Leben.

Erstaunlich war die Textsicherheit der Hauptdarsteller bei so langen Sprechrollen, was auch der Anstrengung der Souffleuse Andrea Vosshage zu verdanken ist. Der Regisseurin Mechthild Roth ist es nach zahlreichen sicher nervenaufreibenden Proben gelungen, die Akteure zur schauspielerischen Höchstleistungen anzutreiben. Die Intensität der Sterbeszene des Christophel Werner zum Schluss hätte auch eine Profitruppe nicht besser hinbekommen.

Pfarrer Christophel Werner (Herbert Merten – links) mahnt den Schultheißen (Uli Michel) seine Tochter nicht zu verstoßen.

Die Dorfbewohner von Werlau bereiten dem verwundeten Pfarrer Christophel Werner und Peter Seitel (Dieter Langenbach), die auf Burg Rheinfels Kriegsdienst geleistet haben, einen triumphalen Empfang.

In einer anrührenden Szene umringt von seiner Gemeinde scheidet Pfarrer Christophel Werner aus dem Leben.

Über dreihundert Besucher erlebten in zwei Vorstellungen am 30. November 2007 und am 01. Dezember 2007 die Neuinszenierung des Theaterstücks „Christophel Werner“, das die ereignisreiche Werlauer Dorfgeschichte um die Wende des 17. Jahrhunderts zeigt.

Heinz Merten gebührt besonderer Dank für sein künstlerisches Wirken. Er hat die Beschreibung der Szenenbilder aus dem Rollenbuch beim Bau der Kulissen sehr gut umgesetzt und damit den Schauspielern einen zusätzlichen Motivationsschub auf der Bühne gegeben. Tatkräftig unterstützt wurde er dabei durch Oliver Junker, Heinz-Otto Brück, Karl Brennig und Wolfgang Scherer. Das Publikum dankte allen Beteiligten am Ende mit stehenden Ovationen.

Volksstück Christophel Werner“ – Mitwirkende: Christophel Werner, Pfarrer zu Werlau – Herbert Merten; Hessischer Vogt auf Rheinfels – Lothar Schäfer; Dieter Pyner, Schulheiß zu Werlau – Uli Michel; Maria, seine Tochter – Silke Merten; Nicolas, sein Schwiegervater, Kirchensenior – Horst Junker; Peter Steinmetz, Schulmeister und Glöckner – Armin Kuhn; Peter Seitel, Schweinehirt – Dieter Langenbach; Heiner Michel, sein Freund – Thomas Böhm; Charles Durant, französischer Capitain – Helmut Börsch; Kirchensenioren – Jürgen Hein, Hans Werner Stein; Bauern – Helmut Börsch, Martin Kuhn, Günter Theisges; Schöffen - Hans Becker, Jürgen Bumke, Gerhard Hilgert, Peter Schneider, Gerd Spriestersbach; Bäuerinnen - Stephanie Baumann, Gudrun Brennig, Petra Corell-Hoth, Bärbel Schäfer, Marlene Spriestersbach, Emmeliese Stein, Antje Thieme; ein Jude – David Flauger; Burschen - Steffen Fromm, Wolfgang Krammes, Andre Stein; Mädchen - Manuela Busjan, Mareike Hubrath, Tina Kolle; Knaben - Melvin Vogt, Bastian Vosshage; Kinder - Markus Baumann, Lara Börsch, Laura Langenbach; Sprecherin und Souffleuse - Andrea Vosshage; Regie - Mechthilde Roth; Bühnenbild - Heinz Merten; Leitung – Herbert Merten.

Bericht, Fotos und Bilduntertexte: Klaus Brademann


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Kirchenjubiläum in Werlau

Abschluss des 100jährigen Jubiläums der Wiedererrichtung der Werlauer St. Georg-Kirche mit einem Festgottesdienst

Im Rahmen des 100jährigen Jubiläums zur Wiedererrichtung der Werlauer St. Georg-Kirche konnte der Gemeinde am Jubiläumssonntag ein besonderer Gottesdienst präsentiert werden. Pfarrer Hans-Dieter Brenner führte durch die Liturgie, in der die Gemeindegesänge von Organist Harald Mebus an der Orgel begleitet wurden und die musikalische Gestaltung vom gemeinsamen Chor der Freien evangelischen Gemeinde und der Evangelischen Kirchengemeinde unter der Leitung von Frau Olga Matouchina übernommen worden war.

Einen besonderen Festgottesdienst gestalteten: - im Bild v. l .n. r.:
Prof. i. R. Dr. Christian Möller von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg,
Superintendent Dr. Markus Dröge vom Kirchenkreis Koblenz und
Ortspfarrer Hans-Dieter Brenner von der Evangelischen Kirchengemeinde St. Goar
(Fotos: Brenner/Brademann - Kollage: Kurek)

Superintendent Dr. Markus Dröge zeigte sich in seinem Grußwort von der Chronik beeindruckt und würdigte das Engagement der Gemeinde. Mit der Lesung des Sonntagsevangeliums Lukas 21, Verse 15 bis 33 stellte er den Gottesdienst unter den Segen des Wortes Gottes.
Prof. i. R. Dr. Christian Möller, Heidelberg, entfaltete in seiner Predigt zur Offenbarung 3, Verse 7 bis 13 die Bedeutung der "Engel der Gemeinden" und erläuterte, dass die Ewigkeit Gottes bereits jetzt in unsere Gegenwart hineinrage, wo sie uns in der Guten Botschaft des Evangeliums angesagt werde.

Im Anschluss an den Gottesdienst hatte die Evangelische Kirchengemeinde zu einem Empfang ins Gemeindehaus eingeladen. Von den Ehrengästen konnte Pfarrer Brenner begrüßen: Kreisbeigeordnete Gerda Brager, die in Vertretung von Landrat Bertram Fleck gekommen war, Verbandsbürgermeister Thomas Bungert, Stadtbürgermeister Walter Mallmann, Ortsvorsteher Horst Vogt, Ortsvorsteher Günter Müller aus Boppard-Holzfeld, Ortsvorsteher Michael Hubrath aus St. Goar, Pastor Tony Esch von der Freien evangelischen Gemeinde und Pastor Wolfgang Schaft von der Katholischen Kirchengemeinde St. Goar.

Am Nachmittag um 14.30 Uhr führten Kinder das Musical „Noah und die coole Arche“ auf (Die RHZ berichtete.). Zum Abschluss der Feierlichkeiten war die gesamte Gemeinde ab 15.30 Uhr zu einem von den Landfrauen vorbereiteten Nachmittagskaffee eingeladen. - Klaus Brademann



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Noah und die coole Arche

Kindermusical in Werlau

Die Akteure des Kindermusicals „Noah und die coole Arche“ mit Jugendleiterin Nicole Kuhn (obere Reihe links) und den ehrenamtlichen Helferinnen.

Werlau. Was ist denn hier los? - Schaut euch das mal an! Affen, Bären, Giraffen, Löwen und Nilpferde schlichen sich am Sonntag durch den Hauptgang der St. Georg-Kirche in St. Goar-Werlau. Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Wiedererrichtung der Werlauer Kirche führten zwanzig Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren aus St. Goar und dem Vier-Täler-Gebiet das Kindermusical "Noah und die coole Arche" auf. Gespannt lauschte das Publikum in dem vollen Gotteshaus den insgesamt zehn Liedern.

Der coole Held Noah wurde von Gott dazu erwählt, einen riesigen Kahn zu bauen, in dem seine Familie, als auch von allen Tieren je ein Paar Platz haben. Da Gott das Gezanke und die schlechten Taten der Menschen ganz traurig stimmten, hatte er vor, eine Flut zu schicken, um alles Unheil zu vernichten. Noah und seine Familie befolgten den Auftrag Gottes. Das war aber keine leichte Aufgabe. Wie baut man so ein großes Schiff? Werden sich die Tiere vertragen oder sich gegenseitig auffressen? Eine spannende Geschichte mit dem Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Statt eines Erzählers zwischen den Liedern konnten die Kinder den Text, den Annika Rose (Bacharach) umgeschrieben hatte, in Form von Theaterszenen vorspielen. Nach jedem Lied spendete das Publikum den Kindern reichlich Applaus. Das führte am Ende der eineinhalbstündigen Inszenierung zu einer Wiederholung des letzten Liedes, bei dem Gott den Menschen den Regenbogen als Zeichen für einen dauerhaften Friedensvertrag schenkte. Die Kinder winkten dazu mit bunten Knicklichtern und schafften es bis zum Refrain auch die Zuschauer vom Mitmachen zu überzeugen.

"Bei uns zu Hause sangen die Kinder den ganzen Tag die Musicallieder", erzählten viele Eltern und bestätigten damit, dass die Kinder sowohl während der mehrwöchigen Proben als auch beim Auftritt mit viel Spaß und Ehrgeiz dabei waren. Um während der Probenzeit für ein kindgerechtes Programm zu sorgen, bedurfte es vieler ehrenamtlicher Helfer. So waren Annika Rose (Bacharach), Lara Seipel (St. Goar-Biebernheim), Sabrina Philippi, Verena und Jessica Schmelzeisen (alle aus Oberheimbach) immer zur Stelle, wenn es darum ging, die Kinder zu schminken, mit Getränken zu versorgen oder mit ihnen zu spielen.

Nach dem Auftritt bekam jedes der sechs- bis neunjährigen Jungen und Mädchen eine kleine "Schiffsmaus" und einen Weihnachtsteller aus Holz als kleines Dankeschön geschenkt. Bedankt hatte sich auch Pfarrer Hans-Dieter Brenner, der sich über den Beitrag der Kinder im Rahmen des Jubiläums freute. Für den technischen Ablauf sorgte Jugendleiter Lutz Brückner-Heddrich zusammen mit Manfred Hermani, Benedikt Rose und Kai Feldheim, die für den Klang und die Beleuchtung zuständig waren.

Der Eintritt war frei. Wer wollte, durfte das Projekt unter der Leitung von Nicole Kuhn mit einer kleinen Spende unterstützen.

Im Frühjahr sind zwei weitere Auftritte geplant. Kinder im Alter von sechs bis vierzehn Jahren, die Interesse haben ab Februar 2008 mit zu proben, dürfen sich gerne bei der Regionalstelle für Kinder- und Jugendarbeit unter der Telefonnummer 06743/1262 oder per E-Mail (Nicolekuhn@online.de) direkt bei Jugendleiterin Nicole Kuhn melden. - Nicole Kuhn / Fotos: Klaus Brademann



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