Gemeindesatzung

Gemeindesatzung – 11.02.1981
für die Evangelische Kirchengemeinde St. Goar

Um seine Tätigkeit im Interesse der Gemeinde wirkungsvoll zu gestalten, beschließt das Presbyterium gemäß Artikel 7 Abs. 2 der Kirchenordnung folgende Gemeindesatzung:

§ 1
Gliederung der Kirchengemeinde


1) Das Gebiet der Kirchengemeinde St.Goar umfaßt den Bezirk der früheren Gemeinden St.Goar (mit Oberwesel), Werlau (mit Holzfeld) und Biebernheim.

2) Es werden zwei Pfarrbezirke gebildet, wobei jeweils die kommunalen Grenzen maßgeblich sind.
a) Der erste Pfarrbezirk besteht aus Hirzenach, St.Goar- Fellen, St.Goar-Stadt, St.Goar-Zu Garten, Oberwesel (alle Ortsteile ohne Urbar), Perscheid, Wiebelsheim und Damscheid.
b) Zum zweiten Pfarrbezirk gehören: Rheinbay, Holzfeld, St.Goar-Werlau, St.Goar-Biebernheim, Oberwesel-Urbar und Niederburg.

3) Die Aufteilung des Gemeindegebietes in Wahlbezirke gemäß der Presbyterwahlordnung erfolgt durch besonderen Beschluß des Presbyteriums.

§ 2
Leitung der Kirchengemeinde


1) Die Leitung der Kirchengemeinde liegt beim Presbyterium.

2) Das Presbyterium trägt die Gesamtverantwortung für den Dienst der Kirchengemeinde. Es ist zuständig für Grundsatzentscheidungen über Planung, Zielsetzung und Durchführung der Gemeindearbeit.

3) Das Presbyterium überträgt Aufgaben auf Fachausschüsse nach Maßgabe dieser Satzung und koordiniert deren Arbeit. Es kann die Entscheidung im Einzelfall an sich ziehen und Beschlüsse der Ausschüsse aufheben oder ändern. Dem Presbyterium bleiben alle Entscheidungen vorbehalten, für die eine kirchenaufsichtliche Genehmigung oder Bestätigung vorgeschrieben ist.

4) Das Presbyterium führt die Aufsicht über die Fachausschüsse. Die aufsichtlichen Befugnisse des Superintendenten, des Kreissynodalvorstandes und der Kirchenleitung gemäß den Bestimmungen der Kirchenordnung bleiben unberührt.

§ 3
Gemeinsame Bestimmungen für die Ausschüsse

1) Die Fachausschüsse sind jeweils in der ersten Sitzung des neugewählten Presbyteriums zu bilden. § 4 Abs. 2 bleibt unberührt.

2) Zu Mitgliedern der Fachausschüsse werden gewählt: a) Mitglieder des Presbyteriums, b) sachkundige Gemeindeglieder, c) fachkundige Mitarbeiter.

3) Das Presbyterium setzt die Mitgliederzahl der Ausschüsse fest. Dabei muß die Anzahl der Presbyteriumsmitglieder größer sein als die der übrigen Ausschußmitglieder.

4) Das Presbyterium bestimmt in der Regel die Vorsitzenden der Ausschüsse und deren Stellvertreter. Zu Ausschußvorsitzenden und Stellvertretern können nur Mitglieder des Presbyteriums berufen werden.

5) Für die Verhandlung der Ausschüsse gelten die Art. 116 bis 124 KO sinngemäß.

6) Der Vorsitzende des Presbyteriums, bei seiner Verhinderung der stellvertretende Vorsitzende, kann an den Sitzungen der Fachausschüsse jederzeit mit vollem Stimmrecht teilnehmen. Er ist zu den Sitzungen rechtzeitig einzuladen.

7) Unter derVoraussetzung des § 5 Abs. 3 der Satzung können die Ausschüsse die Kirchengemeinde im Rechtsverkehr vertreten. über die getroffenen Maßnahmen ist dem Presbyterium in der nächsten Sitzung zu berichten.

§ 4
Aufstellung der Ausschüsse


1) Es werden folgende Ausschüsse gebildet: a) Bau- und Finanzausschuß, b) Ausschuß für Theologie und Gottesdienst, c) Diakonieausschuß, d) Ausschuß für Jugendarbeit, e) Ausschuß für Öffentlichkeitsarbeit, f) Kassenprüfungsausschuß

2) Das Presbyterium kann im Bedarfsfall für bestimmte Aufgaben die Bildung weiterer Ausschüsse beschließen.

§ 5
Aufgaben der Fachausschüsse

1) Die Fachausschüsse beraten das Presbyterium in Angelegenheiten ihres Arbeitsgebietes. In den Fällen des Abs. 2 können die Fachausschüsse Aufgaben selbständig wahrnehmen.

2) Den Fachausschüssen werden unter Beachtung von § 2 der Satzung nachstehende Einzelaufgaben übertragen:

a) Bau- und Finanzausschuß: aa) Vorberatung der Haushaltspläne und Kostendeckungspläne, bb) Vorbereitung von Investitionsplänen, cc) Baubegehungen, dd) Anordnung von notwendigen Baumaßnahmen, ee) Vergabe von Aufträgen sowie Uberwachung von Bauarbeiten, ff) Vorbereitung von arbeits- und dienstrechtlichen Entscheidungen des Presbyteriums, insbesondere auch bei der Berufung von Mitarbeitern, gg) Vorberatung von Dienstanweisungen.

b) Ausschuß für Theologie und Gottesdienst: aa) Wahrung des missionarischen Auftrages der Gemeinde, bb) Religionsunterricht an Schulen, Katechumenen- und Konfirmandenunterricht, cc) Gottesdienst und Kindergottesdienst, dd) Aufstellung des Predigtplanes, ee) Kirchenmusik und Gemeindegesang, ff) Ökumene.

c) Diakonieausschuß: aa) diakonische Maßnahmen der Gemeinde, bb) Sammlung und Abführung von Kollekten

d) Ausschuß für Jugendarbeit: Aktivierung und Gestaltung von gemeindlichen Veranstaltungen für Jugendliche

e) Ausschuß für Offentlichkeitsarbeit: aa) Herausgabe des Gemeindebriefes, bb) Verbindung zur Presse und anderen Medien,

f) Kassenprüfungsausschuß: Aufgaben nach §§ 117, 118 der Verwaltungsordnung.

3) Die Fachausschüsse können über solche Haushaltsmittel verfügen, die im Haushaltsplan der Kirchengemeinde ausdrücklich für die Arbeit der Fachausschüsse vorgesehen sind. Uber- und außerplanmäßige Ausgaben müssen vom Presbyterium beschlossen werden.

§ 6
Pfarrer


1) In Verantwortung für die Kirchengemeinde sollen die Pfarrer der Gemeinde zu regelmäßigen Gesprächen zusammenkommen. Diese Gespräche dienen dem Erfahrungsaustausch und der Klärung überbezirklicher Fragen des pfarramtlichen Dienstes.

2) Zu den Gesprächen lädt jeweils abwechselnd der Pfarrer des ersten bzw. zweiten Pfarrbezirks ein.

§ 7
Grundsatz der Zusammenarbeit


1) Das Presbyterium und die Fachausschüsse unterstützen sich gegenseitig bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben. Sie stellen sich die erforderlichen Informationen und Beratungsunterlagen zur Verfügung.

2) Bei Meinungsverschiedenheiten zwischen den Ausschüssen entscheidet das Presbyterium.

§ 8
Einberufung und Beschlüsse des Presbyteriums; Führung des Schriftwechsels


1) Die Einladungsfrist (§ 116, Abs. 2 KO) wird auf eine Woche festgesetzt.

2) Die Ausfuhrung der Beschlüsse des Presbyteriums und der Fachausschüsse obliegt den jeweiligen Vorsitzenden und bei deren Verhinderung den stellvertretenden Vorsitzenden.

3) Die Vorsitzenden des Presbyteriums und der Fachausschüsse, bei deren Verhinderung die stellvertretenden Vorsitzenden, führen den Schriftwechsel für ihren Aufgabenbereich. Der Schriftwechsel der Ausschüsse mit kirchenaufsichtlichen Behörden ist über den Vorsitzenden des Presbyteriums zu leiten.

4) Aller Schriftwechsel ist dem Gemeindeamt zur Aufbewahrung zu übergeben, soweit er nicht ohnehin durch das Gemeindeamt angefertigt wird.

§ 9
Schlußbestimmungen


1) Diese Satzung tritt nach Anhörung des Kreissynodalvorstandes und nach Genehmigung durch die Kirchenleitung in Kraft.

2) Ãnderungen dieser Satzung sind durch Beschluß des Presbyteriums und mit Genehmigung der Kirchenleitung möglich.

3) Diese Satzung und ihre Ãnderungen sind zu veröffentlichen.

Beschlossen am 11.02.1981
Das Presbyterium Evangelischen Kirchengemeinde St. Goar

Gezeichnet für die Richtigkeit : M. Bertram / H. Boch / A. Spormann